1978 Musigny Vielles Vignes, Comte Georges de Vogüé – Burgund (Top of the Pops)

94 Punkte Immer noch sehr fest und mit ordentlichem Speck auf den Rippen präsentiert sich der Musigny Vielles Vignes vom Comte Georges de Vogüé, übrigens eines derjenigen Häuser, das Parzellen von Bernard Grivilet übernommen haben soll (wenn mich meine Erinnerung jetzt nicht täuscht). In der Aromatik seinem Vorgänger nicht unähnlich, aber noch deutlich fester und straffer. Auffallend schön, auch hier eine feine Süße, die diesen hervorragenden Burgunder ebenfalls auszeichnet. Die ausgeprägte Eleganz des Chambolle Musignys von Grivilet kann das „Flaggschiff“ des Comte Georges de Vogüé aktuell noch nicht (!!)ganz bieten, aber das Potential in ein paar Jahren mit dann gleichem Erfolg zu reüssieren ist vorhanden.

2000 Pouilly Fuissé Vieilles Vignes, Domaine Cordier – Mâconnais (Ski10)


90 Punkte – Es war reiner Zufall, aber passend, dass wir am Vorabend mit Beaujolais aufhörten und nun einen Wein aus dem nördlich angrenzenden Mâconnais im Glas hatten. Ein Schicksal teilen sich beide Regionen leider: In Deutschland assoziiert man mit ihren Namen nur schwache Weinqualitäten, wobei dem Mâcconais noch der Umstand anhaftet, dass viel zu wenig Leute diese Anbauregion überhaupt kennen.

Jedoch gibt es im Mâcconais ein Gebiet, das sich als "gallisches Dorf" erweist und das seit jeher ein besseres Image genießt: in der Gegend von Pouilly Fuissé finden die Chardonnayreben auf  den welligen Kalksteinhügeln – mit ihren Lössböden – ideale Bedingungen. Die Domaine Cordier ist Ende der 90er Jahre bekannt geworden, nachdem Robert Parker die Weine von Christophe Cordier entdeckt hatte und sie teilweise höher bepunktete, als die weißen Burgunder (und Preisknaller) von Coche-Dury oder Comte Lafon.

Doch die Wahrheit liegt bekanntlich im Glas. Unser Chardonnay verströmte reife, fruchtige Noten, insbesondere eine gereifte Birnenfrucht. Darüber hinaus wirkte er ein wenig rauchig und auch käsige Anklänge habe ich mir notiert. Am Gaumen dann recht frisch; mit gutem Extrakt und einer kräftigen Säure. Die kalkige Mineralik steht ihm gut, die Citrus- und Maracujanoten passen gut dazu und mit zunehmender Luftzufuhr wird er auch etwas geschmeidiger. Die Reife des Weines verrät sich durch eine dezente Nussigkeit und Punktabzug gab es für die wenig vorhandene Länge im Abgang.

2000 Domaine du Clos des Fees – Vieilles Vignes – Cotes du Roussillon

92 Punkte – Die Domaine des Clos des Fees ist der logische Schritt eines erfolgreichen Sommerliers, Restaurant-Besitzers, Essen- und Weinjournalisten. Nein, nicht vier Personen sind an diesem Mitte der 90er Jahre gestarteten Projekt beteiligt, sondern Hervé Bizeul hat sich hier allein mit seiner Frau verwirklicht. Die Webseite (siehe unten) ist sehenswert und der Weinblog von Hervé ist – wenn man im Gegensatz zu mir, des Französischen mächtig – sicherlich lesenswert. Zum Wein: Diese überaus interessante Cuvee aus

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