Weinprobe Riesling Deutschland vs. Österreich – Trinkgenuss, Wucht und Finesse……Kork und andere Fehler

Ein feucht-fröhlicher Weinabend mit altbekannten Weinfreunden aus Hamburg, einem Berliner Wein-Plusler der ersten Stunde und einem überaus netten und kompetenten Neuzugang aus der „Berliner Küche“ nahm in Hamburg seinen Lauf….

 

Wegen entstellender (Kork)-Fehler leider unverkostet das zeitliche gesegnet:

 

1999 Knoll, Ried Schütt – Riesling Smaragd, Wachau

1988 Karthäuserhof, Kathäuserhofberg Riesling Spätlese Versteigerungswein

1986 Ducru-Beaucaillou

Die Weine nachfolgend als Einzeleintrag:

1997 Weingut Melcher – Schloss Gamlitz, Sauvignon Blanc Ried Sonneneck Maestro – barrique / Steiermark

87 Punkte – Für die Wein-Plus-Freunde an diesem Abend ein ganz besonderer Tropfen kurz vor der Runde der nun folgenden Rotweine. Dieses „Monster“ (man muss sich mal vorstellen: ein SB aus Österreich mit 15% Alkohol, mit kräftigem barrique-Einsatz) hatte Knalli vor Jahren für den Wein-Plus-Stammtisch empfohlen und ihm eine Trinkfähigkeit über mindestes 15-20 bescheinigt. Hier im 10. Jahr nach seiner Schöpfung nun eine Bestandsaufnahme: Welch ein Überraschung; das Holz hat sich inzwischen sehr gut integriert, es ist ein Wein entstanden, der sehr kräftig, dicht und wahnsinnig körperstark daherkommt. Der Wein ist in der Nase und am Gaumen durch seine schönen Citrusaromen, weiße Johannisbeeren und gelben Früchte geprägt, das Ganze wird umspielt von einer schönen Cremigkeit und von dezenten Sahnetoffeenoten. Anders als vor zwei Jahren wirkt der Alkohol jetzt gut integriert und der alte Spruch: „Mit dem Alter frisst ein hoher Alkohol die Frucht“ scheint zumindest bei diesem Wein (15%) widerlegt. Sicherlich ist und bleibt dies ein spezieller Wein, der nach wie vor stark polarisieren kann und sicherlich nichts für den schnellen Genuss ist.