2001 Marcel Deiss – Gruenspiel

92+ Punkte – (Mischpflanzung aus Riesling, Pinot Noir und Gewurztraminer; eine nach Süden ausgerichtetes Amphietheater, oberhalb der Grand-Cru-Lagen von Riebeauvillé – an der Oberfläche Sandstein und der für das Elsass so typische Granit, darunter Keuper-Mergel)

Komplexe Nase, nicht ganz so dicht und "schwer" wie der Burg, dafür glockenklar – schon jetzt

„2001 Marcel Deiss – Gruenspiel“ weiterlesen

2002 Marcel Deiss – Grasberg

90 Punkte – (Riesling, Pinot Gris, Gewürztraminer; "dieses nach  Nord-Osten ausgerichtete Terroir befindet sich in ca. 340 Metern Höhe auf dem Gipfel des Grand Cru  Altenberg und ist geprägt von dem mageren Kalkboden des ‚Großen Oolith‘." – aus der Originalweinbeschreibung des Weingutes) Man erklärt uns, dass trotz der Nord-Ost-Ausrichtung es genügend Wärme und Sonnenstrahlung gibt, es handelt sich um das trockenste und nährstoffärmste Mircoklima unter allen Cru-Lagen, sodass die Wurzeln hier besonders tief nach Nahrung und Wasser suchen. Zum Wein:

„2002 Marcel Deiss – Grasberg“ weiterlesen

Domaine Marcel Deiss – ein paar Worte zur Domaine

Jean-Michel Deiss geht seinen persönlichen (=einen uralten, aber fast vergessenen elsässischen) Weg, d.h. nahezu alle  Premier und Grand Crus stehen als Mischsatz im Weinberg. Das Ziel dabei ist, nicht die Aromen der  Rebsorten sollen die Typizität des Weines prägen, sondern das spezifische und großartige Terroir der einzelnen Cru-Lagen  soll den Ausdruck jedes einzelnen Weines bestimmen. Dazu verzichtet Jean-Michel Deiss auch auf die "Segnungen" der modernen Weinindustrie, d.h.  Pestizide im Weinberg  oder  Enzymzugaben bei der Weinbereitung sind ebenso verpönt wie das Chaptalisieren, man setzt vielmehr auf natürliche Hefen und biodynamischen Anbau.

Das Ergebnis sind großartige Weine, mit Eigenschaften wie:  Extraktreichtum, Terroircharakter, Mineralität, Langlebig-keit, Noblesse und Eleganz. Das Wort "Kultwein" geht mir persönlich äußerst schwer über die Lippen, aber trinkt man die Weine von Jean-Michel Deiss kommt es einem fast zwangsläufig in den Sinn. Unsere Verksotung wurde von einem charmanten, wie kompetenten Mitartbeiter der Domaine begleitet und wir hatten Gelegenheit alle aktuellen Wein zu verkosten. (12.09.2005)