2006 Mittelheim St. Nikolaus 3 Trauben; Peter Jakob Kühn – Rheingau (Ski8)

92 Punkte – Viel habe ich hier über die Weine von Peter Jakob Kühn bereits geschrieben (um die einzelnen Notizen zu lesen, bitte die Suchfunktion, s.o., benutzen), und auch dieses Mal ist klar: "normaler" Riesling ist das nicht. Muss auch nicht, wie ich finde. Weinunikate, an denen man sich reiben und diskutieren kann, gibt es viel zu wenig – aber hier war mal wieder ein eben solches im Glas.

Zu Beginn sehr blütig, mit Anklängen an Rosen, Lavendel und Bergamotte; mit zunehmend Luft setzen sich die Fruchtnoten und die klare Mineralik (Feuerstein) mehr in Szene. Am Gaumen extrakt- und körperreich, klar und mit zupackender Mineralik; gelbe Früchte, Pfirsich und Waldmeister: schöne Würzaromen, die ich mit Baumrinde assoziiere. Kühle Art und mit geradliniger Saüre, die dem Wein ausgezeichnet steht; sehr gute Länge. Letztendlich verändert der Wein sich permanent und es ist schwierig ihn richtig zu fassen zu bekommen, aber das macht auf der anderen Seite die Faszination, die er auf mich ausübt, aus. Der Wein hat Potential für ein langes Leben und wird sicherlich auch Phasen durchlaufen, in denen er nicht so charmant daherkommt, wie ich ihn erlebt habe – aber so ist es nun mal mit Weinen, die charakterstark sind und die Phasen des Lebens voll mitnehmen.

2004 Peter Jakob Kühn – Mittelheim St. Nikolaus 3 Trauben *** – Rheingau

89-93 Punkte – Was soll man da sagen, auf der Verksotung auf dem Weingut mit Abstand der Spitzenreiter, 14 Tage später in unserer Runde wollte der Wein wohl nicht mit uns sprechen:  

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