2002 Karthäuserhof, Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Auslese trocken / Mosel

94 Punkte –  Für mich mit 89 bzw. 90 Punkten in den deutschen Weinführern Wein-Plus bzw. Gault Millau immer noch unterbewertet ist diese unglaublich finessenreiche trockene Auslese vom Karthäuserhof aus dem Jahr 2002. Glockenklar und frisch wie bestes Felsquellwasser, mit einer druckvollen, aber gleichzeitig verspielten Mineralik umspielt dieser Riesling die Zunge. Die straffe Säure und die ausgeprägte schöne, harmonische Frucht spielen miteinander bis in den langen, komplexen  Abgang.

 

2005 Franzen, Calidus Mons ( Bremmer Calmont ), Riesling / Mosel

94 Punkte – Unglaublich reintöniger, klarer und kraftvoller Riesling, viel Druck, dabei sehr mineralisch, neben der schönen Frucht von gelben Früchten steht die mineralische Würze mit salzigen Anklängen im Vordergrund; dazu paaren sich Noten von Tabak und eher herben Gewürzen. Dies ist ein Riesling, wie man ihn kaum besser definieren kann, klar umrissen, mit Kraft, hervorragender Substanz und Tiefe sowie einer kaum enden wollenden Länge. Irrer Stoff mit langen Leben!! Jetzt unbedingt dekantieren ! Einem ersten Gewächs würde diese Qualität manchmal gut zu Gesicht stehen.  Gerne würde ich diesem Winzer zu den wohl verdienten Ehren verhelfen, daher die Profiverkoster-Bewertungen anbei: Hoschuster 93 Punkte, Eichelmann 93 Punkte, Gault Millau 91 Punkte (erstaunlich viel für einen Nicht-VDP-Winzer)

Riesling 2002 at it’s best !? – Jahrgangsprobe bei Ole –

Mega-interessante Probe gestern bei Ole – Danke Ole !!
15 deutsche Top-Rieslinge des Jahrgangs 2002 standen an zum Verkosten. Imho sind alle Weine unter ihren Möglichkeiten geblieben. Gerade die mineralischen Weine sind so etwas von zu, dass man wenig Freude hat;  die eher fruchtbetonten besitzen noch Charme und konnten entsprechend etwas höher punkten, trotzdem auch sie unter ihren Möglichkeiten. Für mich aktuell ohne Wertung blieb der Schlossberg von Breuer, der Wein ist so etwas von zu, dass man glaubt, er existiert gar nicht, ich würde ihn vor 3-4 Jahren nicht wieder anfassen. Letztlich ging es uns allen ähnlich, man sucht, ahnt, schmeckt die mineralischen Ansätze – auch die große Klasse dieser Weine, aber sprechen – wirklich sprechen, sich offenbaren, das wollen sie  nicht. Besonders schwer hatte es auch der barrique-Riesling von Molitor, hier ist echte Klasse im Glas, aber das Holz ist aktuell so unbarmherzig, dass in diesem Wein alles nebeneinander zu stehen scheint. Große Anlagen! Bin gespannt, wie sich dieser barrique-Riesling in 5-6 Jahren präsentiert. Mein Fazit: Gleiche Probe in 3 Jahren und wir werden deutlich höher punkten. 2002 bringt wirklich große, sehr langlebige Weine hervor, die aber noch Zeit zur Reife benötigen.

1) 2002 Schloß Neuweier: Neuw. Mauerberg Goldenes Loch Spätl. tr. 12,5%
2) 2002 Horst Sauer: Escherndorfer Lump Auslese tr.  13,5%
3) 2002 Christmann: Mandelgarten Gimmeldingen Spätlese tr. GG 13%
4) 2002 Josef Leitz: Rüdesheimer Berg Schlossberg Spätlese tr. 12%
5) 2002 Georg Breuer: Rüdesheimer Berg Schlossberg tr. 12,5%
6) 2002 Peter Jakob Kühn: Oestrich Doosberg  Erstes Gewächs 12,5%
7) 2002 Koehler-Ruprecht: Kallstadter Saumagen Auslese tr. 13%
8) 2002 Heymann-Löwenstein: Winniger Uhlen Blauflüsser Lay (1.Lage) 13%
9) 2002 Van Volxem: Wiltinger Braunfels Vols 12,5%
10) 2002 Wittmann: Westhofen Morstein Großes Gewächs 13%
11) 2002 von Othegraven: Kanzemer Altenberg Erste Lage 11%
12) 2002 Markus Molitor: Zeltinger Sonnenuhr ** Auslese tr. 12,5%
13) 2002 Andreas Laible: Durbacher Plauelrain "Achat" Stätlese tr. 13%
14) 2002 Rebholz: Birkweiler Kastanienbusch Spätlese tr. 12,5%
15) 2002 Emrich-Schönleber: Monzinger Halenberg Auslese tr. 12,5%

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