2001 Clos Mogador, Rene Barbier – Priorat (Spannendes Spanien – Flight 4)

95 Punkte – Sicherlich einer der größten Jahrgänge des Clos Mogador: kraftvoll, saftig, dicht und wunderbar vielschichtig – so präsentiert sich dieser Wein Nase und Gaumen. Die vielfältigen Fruchtaromen (Knubberkirschen, Blaubeeren, Brombeeren) sind unterlegt mit einem feinen Schokoladen-und Kaffeearoma; dazu gesellt sich eine feine Fruchtsüße, die sich bis in den langen Abgang durchzieht. Die dichten und herrlich körnigen Tannine sowie die hervorragende Mineralik geben dem Wein Struktur und erstere sorgen sicherlich noch für ein langes, genussfreudiges Leben. Dieser Wein ist Hedonismus pur. Hmm, sooo lecker und doch auch intellektuell.

1996 Clos Mogador, Rene Barbier – Priorat (Spannendes Spanien – Flight 3)

93 Punkte – Einen ausführlichen Bericht zu den Weinen von Rene Barbier habe ich anlässlich seines Besuchs in Düsseldorf geschrieben (http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=431). Die 96er Ausgabe seines Clos Mogador zeichnet sich durch eine intensive, dichte Frucht mit vielen Anklängen an Zwetschgen- und Pflaumenmarmelade aus, ein Hauch Zimt und andere feine Gewürzaromen runden das Bild ab. Der Wein hat eine sehr schöne aromatische Tiefe, ist dicht und die Tannine sind reif und rund; er endet auf der Frucht und haftet wirklich lange am Gaumen.

Clos Mogador – Vertikalverkostung 1991, 1992, 1995, 1997, 2002, 2006

Am 15. Mai war René Barbier zu Besuch bei Mövenpick in Düsseldorf. Ein paar Infos zur Bodega und zum Winzer hatte ich bereits bei der Terminankündigung geschrieben (vgl. http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=412). Der Abend war sehr unterhaltsam und erkenntnisreich. Da nicht alle Teilnehmer Spanisch oder Französisch (René parliert perfekt in Französisch) sprachen, war es eine große Freude, dass eine junge Dame jede Frage und Antwort perfekt übersetzte. Sie war nicht nur fließend in beiden Sprachen, sondern besaß auch erhebliche Kenntnisse über Wein und – Dank eines Praktikums vor Ort – über die Bodega Clos Mogador.

Die größte Überraschung für mich war, dass René die Rebstöcke mehr oder weniger sich selbst überlässt. Er versucht nur minimalen Einfluss zu nehmen, um so einen möglichst hohen Ausdruck des terroirs zu erzielen. Für mich ist dies auch ein plausibler Grund, warum so große Unterschiede zwischen den einzelnen Jahrgängen bestehen.

 

Gestartet sind wir in die Verkostung mit dem 2006er Jahrgang des Manyetes; danach folgten sieben verschiedene Jahrgänge vom Clos Mogador.

 

 

2006 Manyetes, Bodegas Clos Mogador – Priorat

 

90 Punkte – Die Trauben für diesen Stoff stammen zu 70% von alten Cariñena-Rebstöcken (im Schnitt ca. 70 Jahre alt); die verbleibenden 30% sind Garnacha. Zu Beginn ätherisch-kühl. Mittelgewichtig, wirkt sehr mineralisch, mit einer schönen Saftigkeit (Pflaumensaft, Waldfrüchte) ausgestattet, dazu ein angenehme Würzigkeit und Aromen von  Tinte und Veilchen. Gut gefallen haben mir die feinsandigen Tannine, die dem Wein ein gutes und stabiles Rückgrad geben. Rene Barbier führte aus, dass der Manyetes die Mineralität schon in seiner Jugend deutlich hervorbringt, der Clos Mogador dafür mehrere Jahre Flaschenreife benötigt. Die Rebstöcke für den Manyetes stehen auf den ärmsten Böden, die im Sommer sehr, sehr heiß werden und diese Hitze lange speichern. Rene Barbier sagte, dass die Cariñena-Reben dann ziemlich im Stress sind, so aber auch die Ausbildung der Mineralität deutlich unterstützt wird.

 

 

1991 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


88 Punkte – Der Wein kam mir vor wie ein reifer Mix aus Burgunder und Bordeaux; in der Entwicklung schon ziemlich weit fortgeschritten; eher schlanker Ansatz; Noten von rotem Tee (Hagebutte, Malve und Kirsche); deutliche Mineralität, fast ein wenig staubig. Irgendwie war ich mir nicht sicher, ob das nun ein eleganter Wein ist, der durch seine Mineralität ein wenig spröde wirkt, oder ob er auf Grund des Alters schon ein wenig karg ist und er sich jetzt zwar noch interessant präsentiert, aber die besten Zeiten schon hinter sich hat. 13,5% Alkohol / ca. 6.000 Flaschen produziert.

 

 

1992 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat

 

92 Punkte – Ab diesem Jahrgang wurde nur Lesegut der eigenen Weinberge (davor wurden Trauben in der Region zugekauft, u.a. aus dem berühmten Weinberg l’Ermita) verarbeitet. Im Gegensatz zum Vorgänger-Jahrgang ist der 92er ein Ausbund an Jugendlichkeit. Die dichte, ausdrucksvolle Aromatik ist interessant und betörend zugleich. Einerseits ein saftiger, beeriger Eindruck (Heidelbeeren; Amarenakirschen), andererseits offenbart der 92er Clos Mogador einen Eindruck von Sommerwiese (mit Noten von Kornblumen und Veilchen) und Herbstlaub (erdige Noten). Kombiniert mit der sämigen Süße und den weichen, feinsandigen Tanninen ging meine Hand leicht zum Glas gehen und mit großer Freude genoss ich, dass es noch einen Schluck „Nachschlag“ gab. 14% Alkohol.

 

 

1995 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


91 Punkte – Der letzte Jahrgang Clos Mogador, der ohne Cariñena vinifiziert wurde. Die Cuvée bestand bis dato aus Garnacha, Cabernet Sauvignon und Syrah. Die 95er Ausgabe ist sehr tief in der Farbe; am Gaumen und in der Nase weich, wirkt noch primärfruchtig und besitzt eine leicht überreife Süße. Weiblich rund und sehr apart, dabei tiefe Geschmacksanlagen: Waldbeeren, Rumfrüchte und ein wenig rauchig.

 

Zu Beginn hatte ich bei diesem Wein einen Korkverdacht, der sich aber nicht bestätigte. Eine gute Hilfe bei der Überprüfung, ob man einen TCA (Korkschmecker) hat oder nicht, ist, wenn man einen kleinen Schluck Wein in ein Glas mit Wasser gibt. Riecht dieser Mix immer noch muffig, dann ist der Wein 100%ig korkig.

 

Rene Barbier berichtete, dass viele Menschen, bei seinen Weinen zu Beginn einen Korkverdacht haben, doch für ihn ist das ein Ausdruck des terroirs beim Clos Mogador und absolut typisch. Nun ja, über diese Aussage ließe sich wohl diskutieren, aber an so einem Abend lässt man das. Meiner Meinung nach könnte dies auch ein Ausdruck von nicht ganz sauberer Kellerarbeit (der neue, unterirdische Keller ging 1997 in Betrieb) bzw. recht hoher Schwefelgabe sein. Aber das ist nur eine vage Vermutung…. Letztlich zählt das, was im Glas ist, und  das war nach etwas Luft zum Atmen hervorragend!! 14,7% Alkohol.

 

 

1997 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


93+ Punkte – Was für ein barocker Wein. Mir fielen gleich ein paar ebensolche Frauen ein, aber nur wenige bringen diese üppigen Kurven mit so viel Lebensfreude, Unbekümmertheit und ländlicher Anmut zusammen – eine Mischung Ina Müller und kräftig gebauter Landfrau mit Stil und Charme.  

 

Die Frucht wirkte zwar geschmacklich etwas überreif, aber trotzdem erzeugt der Wein ein kühles Mundgefühl. Sehr ätherische Noten: Lavendel, Eisenkraut, Thymian, dazu ein Hauch Menthol und Tabak. Auch wenn der Wein etwas strukturierter sein könnte, macht es sooo viel Spaß ihn zu trinken und es ist erstaunlich wie gut dieser Wein – in einem ansonsten eher mittelmäßigen Jahrgang in Spanien – daherkommt. Später nochmals nachverkostet – der Wein legt weiter zu und gewinnt sogar noch etwas an Kontur. 14% Alkohol.

 

 

2002 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat

 

92 Punkte – das Jahr war kein unspannendes für die Winzer im Priorat, denn es gab in dieser ansonsten sehr heißen Region relativ viel Regen. Doch ich bin der Überzeugung, dass gerade die steinigen, schiefrigen Böden gut geeignet sind, das Wasser in tiefere Schichten abzuführen, sodass die Trauben sich nicht zu dick und wässrig werden. Auf der anderen Seite ist in solchen Jahren eine gute Reb- und Laubarbeit gefragt, damit die Trauben gut abtrocknen können und die Pilze kein zu leichtes Spiel haben.

 

Die 2002er Ausgabe des Clos Mogador zeigt eine angenehme Kühle in der Nase mit einer schönen Brombeer- und Heidelbeerfrucht. Am Gaumen recht straff und mit viel Biss. In der Aromatik einem Chateauneuf du Pape nicht ganz unähnlich; mineralischer Ansatz, Aromen von Pflaumen, roten Früchten und Mirabellen, recht kühl; sowohl die Tannine als auch die Säure sind etwas straffer als in anderen Jahren, aber ich empfinde das durchaus positiv; schöne Länge. 14,5% Alkohol.

 

 

2003 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


88 Punkte – 2003 war das große Hitzejahr in ganz Europa und in ganz Europa entstanden äußerst ungewöhnliche Weine: häufig fett und mit viel Alkohol ausgestattet. Viele sprachen vom Jahrhundertjahrgang (und vom Wetter war er das auch!!) und bei dem Gedanken, dass Alkohol ein Geschmacksträger ist, wird mir ganz „plummerant“ – müssen da die Weine nicht supertoll schmecken?

 

NEIN – sie müssen nicht, denn egal in welchem Land oder Landstrich man sich auf der nördlichen Halbkugel auch befindet, die Weine sind regelmäßig zu alkoholisch, zu breit, haben zu wenig Säure und sind folglich zu unausgewogen.

 

Auch beim 2003er Clos Mogador ist der Jahrgang deutlich erkennbar: würzig, warme Aromatik; Noten von Rumtopf und (über-)reifer Frucht. Im Glas zeigt er schon eine erstaunlich reife Farbe. Die Fruchtsüße, der dichte Saft und der hohe Extrakt stehen auf der „Habenseite“ der Bilanz dieses Weines. Im Soll sind zu verbuchen: die aromatische Breite, eine gewisse Unausgewogenheit sowie eine leichte Bitternote, die wahrscheinlich von der Überreife des Lesegutes stammt. Der Wein ist erstaunlich schnell gealtert, wahrscheinlich ist dies auch eine Folgeerscheinung der – im Vergleich zu an deren Jahrgängen – zu geringen Säure (?); 14,5% Alkohol.

 

2006 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


90 Punkte – Kühle, dunkle Frucht. Seidig und weich am Gaumen. Ausladende Primärfrucht mit Aromen von Himbeeren, Brombeeren, Pflaumen und Schokolade. Feinste Lindt-Schokolade und Amarena-Kirschen habe ich mir notiert. Die süße Frucht und der samtige Schmelz sind so auffällig, dass einige Probenteilnehmer vermuteten, dass der Sohn von Rene Barbier für diesen Jahrgang verantwortlich zeichnet und somit vielleicht ein neuer, etwas internationalerer Stil Einzug in den Keller gehalten hat. Aber schon bei der Frage, schüttelte Madame Barbier so heftig mit dem Kopf, dass klar wurde, Rene lässt sich das Zepter beim Rotwein noch nicht aus der Hand nehmen.

 

 

2007 Nelin, Bodegas Clos Mogador – Priorat


89 Punkte – Mit dem weißen 2007er Nelin wurde doch noch das Können vom Filius der Familie vorgestellt. Die Cuvee im Jahr 2007 besteht aus 54% Garnacha, 10% Viognier, 9% Pinot (weiß gegeltert), 13% Rousanne, 8% Macabeu und 6% Pedro Ximenez und Marsane. Der Wein wurde 9 Monate im Barrique ausgebaut; er hat 14% Alkohohl, 5,9 Gramm Säure/Liter und einen Restzucker von 0,5 Gramm/Liter.

 

Im Glas hat der Wein einen leichten Lachston, was von den weiß gekelterten Rotweintrauben stammen dürfte. Er duftet ein bisschen wie ein Neuer-Welt-Chardonnay, was auf den barrique-Einsatz zurückzuführen ist. Die Nase zeigt intensive, schöne Wiesen- und Blütendüfte, dazu eine deutliche Birnenfrucht; am Gaumen einem weißen Chateauneuf-du-Pape nicht unähnlich. Die deutliche Mineralik steht ihm gut; Assoziationen mit weißen Pfirsichen, grünen Bananen; Buttertrüffel und einem leichten Blütenhonig kommen mir beim „Kauen“ des Weines so in den Sinn. Schöner Stoff, den ich jedoch relativ jung (in den nächsten 1-4 Jahren) trinken würde, wenngleich ich beim weißen CdP etwas anderes rate: LIEGEN lassen.

15. Mai – Rene Barbier von Clos Mogador (Priorat) in Düsseldorf

Am 15.Mai gibt es die hervorragende Chance einen der ganz großen Weinmacher Spaniens persönlich kennenzulernen. René Barbier kommt nach Düsseldorf, um im Weinland Mövenpick (Herzogstrasse 29-31, 19.30 Uhr; Tel. 0211- 9944877) seine großen Weine Clos Nelin, Manyetes und CLOS MOGADOR vorzustellen. Darüber hinaus hat er seine Olivenöle im Gepäck, die man getrost zu den besten Ölen Spaniens zählen darf.

 

René Barbier gehört zu den Pionieren des PRIORAT. Er und eine kleine Gruppe von „Sehenden“ haben Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre das Potential dieser in Vergessenheit geraten Region, mit teilweise uralten Rebanlagen wieder entdeckt. Bis zu dieser Zeit fristete die Region, mit ihren kargen, felsigen Böden ein karges Dasein; viele der jungen Leute wandten sich ab und verließen die Heimat, um das Glück in Barcelona und anderen Städten zu suchen. Doch mit dem kometenhaften Aufstieg von Weinen (der Jahrgang 1989 zählt dabei als Geburtsstunde), die heute zu den weltweit gesuchten Pretiosen gehören, haben René Barbier, Josep Lluis Pérez und eine Handvoll anderer Weinmacher es geschafft, das Priorat in die Gruppe der bekanntesten und berühmtesten Weinanbauregionen Spanien zu führen. Das Priorat ist heute ein Synonym für (Rot-)Weine, die für Individualität und Größe und Eleganz stehen. Wer etwas mehr über Land, Leute und die Geschichte erfahren möchte, dem empfehle ich die folgende Seite: http://www.gratallops.com

 

Doch das Leben von René Barbier verlief nicht immer einfach. So darf er bis heute nicht unter seinem Name die Firma führen, mit der er seine Weine vermarktet. Während der Rumasa-Zeit (vgl. http://www.zeit.de/1983/10/Enteignung-kurz-vor-Zwoelf) starb Renés Vater. Durch eine Kette widriger Umstände gelangte die vor über 100 Jahren von seiner Familie gegründete Firma "René Barbier" und der Privatbesitz der Familie in das Eigentum von Segura Viudas und später von Freixenet. Zu dieser Zeit studierte René gerade in Frankreich und konnte René nach seiner Rückkehr nicht in das Familienunternehmen zurück, sondern er arbeite bis zur Gründung seiner Bodega bei Palacios in der Rioja, wo er auch den jungen Alvaro Palacios kennen lernte, den er ebenfalls für das Priorat begeisterte und der heute ebenfalls zu den erfolgreichen Erneuerern des Priorat zählt.

 

Die Bodega von René Barbier firmiert heute unter "Clos Mogador S.C.C.I." und die Jahresproduktion liegt bei ca. 20.000 Flaschen.

 

Der Clos Nelin ist ein Weißwein, der aus den Rebsorten Garnacha Blanca (Grenache blanc), Viognier, Marsanne, Macabeo und weiß gekeltertem Pinot Noir gekeltert wird. Bis dato habe ich den Wein noch nicht verkostet, aber irgendwo einmal gelesen, dass er wie eine Kreuzung aus weißem Chateauneuf du Pape und weißem Hermitage schmecken soll.

 

Der Manyetes ist ein Cuvee, die überwiegend aus Carinena (ca. 65%) und einen größeren Anteil Garnacha (ca. 25%) sowie kleineren Mengen von Cabernet Sauvignon und Syrah (zusammen ca. 10%) besteht. Der überwiegende Anteil im  Flagschiff CLOS MOGADOR  entstammt von alten Garnacha-Reben, die mit einem größeren Anteil Carinena und kleineren Mengen Syrah und Cabernet Sauvignon vermählt werden.

 

Meine Notizen dieses sicherlich spannenden Weinevents folgen……

2005 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat

95 Punkte – Der Gründer dieser Bodega, Rene Barbier gehört zu den Pionieren des Priorat. Da die Wurzeln der Familie an der Rhone in Frankreich liegen, verwundert es wenig, dass ihn die alten Reben (heute über 80 Jahre alt) in der „verlassenen“ Landschaft des Priorat faszinierten. Die verstreut liegenden Parzellen bilden heute die Grundlage für einen Wein, der maßgeblich dazu beitrug, den über Jahre währenden Niedergang und die Entvölkerung dieser Region zu stoppen und umzukehren.

 

In der Farbe sehr dicht und dunkel, mit deutlich purpurnen Reflexen. Die leichte Stallnote zu Beginn erinnerte schon ein wenig an CdP-Weine, auch die maßgebliche Rebsorte Garnacha (=Grenache) dieser Cuvee (Garnacha, Carinena, Cabernet Sauvignon und Syrah) dominiert heute fast alle CdP-Weine. Diese Nase ist kühl, mineralisch, duftet nach Knubber-Kirschen und Apfelmus. Am Gaumen herrlich konzentriert, fest und mit einer herrlichen Frucht und ausgestattet. Die Holznoten (franz. Eiche) ist bereits heute sehr gut integriert, aber die einzelnen Aromen (rote und schwarze Beerenfrüchte, Tabak, deutlich erkennbare Mineralik) haben sich noch nicht perfekt miteinander vermählt. Dafür besitzt dieser Weine eine wirklich tolle Struktur, die perfekten Tannine und die animierende Säure versprechen einen wirklich langen Genuss. Großes Potential (2010-2025)!!

 

Das Herz und die Zunge wichtiger Weinjournalisten/Weinführer  hat er ebenfalls schon erobert, so gibt der von mir sehr geschätzte und „Punktesparer“ Guia Penin 95 Punkte, der für Robert Parker arbeitende Jay Miller ruft ganze 98 Punkte auf und der Guia Proensa zückt sogar die Höchstnote – 100 Punkte. Letztere sind es auf keinen Fall, aber alles andere lässt sich argumentieren.