2003 Ampeleia – Ampeleia / Maremma Toskana

86 Punkte – Mit viel Presse wurde dieses Projekt in den Markt eingeführt. Kein Wunder, denn nicht nur eine der attraktivsten und professionellsten Winzerinnen Italiens ist engagiert, sondern auch ihr Kollege Baron Widmann aus Südtirol und Giovanni Podini, ein Mann, der sein Geld bislang auch ausserhalb des Weinbusiness verdient hat. So verschieden alle drei nach Beruf und Herkunft aus dem Trentino oder aus Südtirol auch sind, sie eint die Freude am Ursprünglichen, ihr Gespür für Natur wie Kultur. Im Jahr 2002 findet sich ein geeignetes Gut zum Kauf, schrittweise wird Land hinzu gekauft. Heute sind es gut 50 ha mit sieben verschiedenen mediterranen Rebsorten. Die Rebanlagen liegen ungefähr 30 km von der Küste entfernt, in den bis auf 600 Metern ansteigenden Hügeln um Roccatederighi und Roccastrada.

2003 ist der zweite Jahrgang dieses Weines, der aus den Rebsorten Cabernet Franc (60%), Sangiovese (30%) und Merlot (10%) gekeltert worden ist. Er reifte 16 Monate im Holz, davon 40% in neuen Fässern.  Die 92 Punkte des österreichischen Weinführers Falstaff empfinde ich als überaus schmeichelhaft, aber trotzdem: der  03er Ampeleia präsentiert sich  mit einer würzig-kräutrigen Nase, leicht laktischen Tönen und einer eher dunklen Frucht sowie Lorbeer – in der Nase durchaus interessant und vielfältig. Am Gaumen büsst er etwas ein: mittlerer Körper, schönes Säuregerüst, aber die Frucht ist etwas spröde und ich vermute auch etwas vom Holz zerstört. Ansonsten ist er ein guter Essensbegleiter, der hierbei seine Stärken besser ausspielt. Ordentliche Länge !