Weinprobe Riesling Deutschland vs. Österreich – Trinkgenuss, Wucht und Finesse……Kork und andere Fehler

Ein feucht-fröhlicher Weinabend mit altbekannten Weinfreunden aus Hamburg, einem Berliner Wein-Plusler der ersten Stunde und einem überaus netten und kompetenten Neuzugang aus der „Berliner Küche“ nahm in Hamburg seinen Lauf….

 

Wegen entstellender (Kork)-Fehler leider unverkostet das zeitliche gesegnet:

 

1999 Knoll, Ried Schütt – Riesling Smaragd, Wachau

1988 Karthäuserhof, Kathäuserhofberg Riesling Spätlese Versteigerungswein

1986 Ducru-Beaucaillou

Die Weine nachfolgend als Einzeleintrag:

1994 Domaine Pégau, Cuvée Laurence / Rhône, Châteauneuf du Pape

92 Punkte – Das Bukett ist recht ursprünglich und wild, man könnte auch bäuerlich sagen: animalische Noten, Stall und garrique (Thymian und Muskatnuss) kommen genauso vor wie rote Früchte. Am Gaumen wirkt Laurence recht heiß und wild, urwüchsig, mit guter Säure und einer erstaunlich feinen Süße. Insgesamt ist der Wein harmonisch und überzeugt mit seinem selbständigen Charakter, auch wenn er in der Mitte am Gaumen einen kleinen Hänger zeigt. Eine schöne Länge rundet den positiven Eindruck ab.

 

1995 Domaine Pégau, Cuvée Laurence / Rhône, Châteauneuf du Pape

95 Punkte – „Nach die Reifung von 4 Jahren in grossen Holzfässen wurde der Wein im November 1999 abgefüllt. Dieser grosse Jahrgang beginnt gerade jetzt sein volles Potential zu zeigen. Ein reicher, strukturierter und komplexer Wein, der im langen Ausbau in den Fässern eine beschleunigte Entwicklung hatte. Er zeigt Aromen von überreifen Früchten, die sich in Gewürze und Kaffee verändern. Er wird noch in den nächsten 10-15 jahren Vergnügen bereiten.“, so die Ausführungen auf der homepage der Domaine. Zum Wein:

Gegenüber dem 94er Jahrgang ist dieser Wein für mich deutlich aristokratischer und deutlich kühler, er wirkt fasst wie ein Côte Rôtie. Ja, ja werden jetzt wieder einige sagen, wie kann man einen solchen Wein mit einem Syrah vergleichen, aber die Laurence aus ´95 ist von kühlem Ansatz, mit feiner dunkler Frucht (Heidelbeeren) hat Anklänge an Kaffee und edle Schokolade und besticht mit ihrer weichen und eleganten Art. Am Gaumen durchaus dicht gewoben, feine Saftigkeit und edle Tannine; weicher, runder Ansatz, der sich auf eine wunderbare Säure stützt und einen komplexen sowie kompletten Eindruck am Gaumen hinterlässt.