2005 Gabarinza, Weingut Heinrich – Burgenland

 

87 Punkte – Die Zusammensetzung der Cuvee für die  2005er Ausgabe des Gabarinzas vom Weingut Heinrich ist ein Schlüssel zu diesem Wein. Wenn ich nicht irre, ist erstmals der Merlot mit 50% dominant in der Cuvee vertreten; für gewöhnlich übernimmt der Zweigelt diese Rolle. Bevor es zu meinen Eindrücken geht, hier die offiziellen Angaben von der Webseite des Weingutes:

 

 

50% Merlot, 30% Zweigelt, 20% Blaufränkisch; (Alkohol/Säure/Restzucker: 13,5/5,8/1,5); 6- bis 25-jährige Rebstöcke in der gleichnamigen Lage Gabarinza, gewachsen auf Paratschernosem aus feinem Lockermaterial/kalkhältigem Kulturrohboden. Lese von Hand vom 25. September bis zum 6. Oktober 2005, Selektion im Weingarten, sorgfältige Nachselektion im Weingut am Sortierband, Verarbeitung nach Schwerkraftprinzip (kein Einsatz von Pumpen), Vergärung in Eichenholz-Gärständer bei 28 bis 32°C, manuelles und pneumatisches Untertauchen der Maische, Maischestandzeit 4 Wochen, Malolaktik im Holzgärständer, 80 % neues Holz, 18 Monate Ausbau, abgefüllt am 6. und 7. August 2007.

 

 

Wer den Zweigelt-betonten Gabarinza kennt, wird bei diesem Wein überrascht sein, denn die sonst so übliche würzige Üppigkeit ist nicht gegeben. In der Nase dunkle Früchte (Pflaumen, Brombeeren und Schwarzkirschen) mit einem Hauch von Orangen. Am Gaumen ähnliche Eindrücke, die Kirsche etwas deutlicher durch; hinzu kommt eine recht feine Schokonote; mittelgewichtig.  Die Säure erscheit mir nicht optimal eingebunden. Trotzdem ein angenehmer, recht eleganter Wein, wirkt aber ein wenig international und erscheint mir recht austauschbar. Sollte jetzt oder bald ausgetrunken werden. (2.Abend Urlaub Österreich)