Eine kleine Anekdote

Habe mir gestern die aktuelle Ausgabe des Falstaff – Magazins gekauft (aktuell für mich die interessanteste Weinzeitschrift in deutscher Sprache) und da ich gerne Verkostungsnotizen zu alten Weinen (die ich größtenteils wohl nie trinken werde) lese, habe ich als erstes mir die Falstaff-Classics "reingezogen". Zum Thema Alte Weine, mit 40 Jahren und mehr auf dem Buckel steht dort geschrieben:

"Es sind die großen Ausnahmen, die den Mythos am Leben erhalten, die hoffentlich genuinen Erlebnisse, die Menschen heute noch von einem Mouton 1945, einem Cheval Blanc, Lafleur Petrus 1947 oder einem Latour-à-Pomerol  träumen lassen. Und doch: Viele der legendären Proben sind heute nicht mehr auf diesem qualitativen Niveau wiederholbar, manche Weine exisiteren vielleicht gar nicht mehr – zumindest nicht als Original. Dennoch hören und lesen wir von immer neuen Auktionsrekorden. Da wundert es nicht zu hören, dass in Las Vegas pro Jahr mehr Flaschen eines Jahrgangs von Chateau Petrus ausgeschenkt werden, als dort jemals erzeugt worden sein können. So erzählte mir ein französischer Master-Sommerlier, er habe einen chinesischen Mulitmillionär eine Flasche Petrus 1982 kredenzt – die hätte dem "Connaisseur" aber, obgleich völlig fehlerfrei, nicht so recht gemundet. Man servierte eine neue Flasche des nämlichen Jahrgangs, die den Asiaten entzückte. Eine dritte Boiteille folgte alsbald und wurde freudig geleert. "Die erste der drei Flaschen war wohl echt", resümierte der Sommelier mit breitem Grinsen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt" (vgl. Falstaff-Magazin 01/2008, S.45f.)

Grundsätzlich bin ich gegen jede Form von Fälschung und Betrug, aber einige Menschen wolles es doch irgendwie nicht anders – oder ???

2004 Peter Jakob Kühn – Oestrich Riesling – 1 Traube

86+ Punkte – Citrus-Orangenschalen, mit mehr Luft auch Aprikosen, kühle Mineralik, sehe mineralisch, eher schlanker

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