2001 Chateauneuf-du-Pape, Domaine de la Vieille Julienne, Chateauneuf-du-Pape (Ski3)

91 Punkte – Der Wein zeigt eine etwas überreife, extraktsüße Frucht mit angenehmer Saftigkeit; dunkle Beeren, Brombeeren, Pflaumenkuchen, Lakritze, Kaffee und eine feine Würze. Die ungeschönte und ungefilterte Cuvee aus 90% Grenache (mit kleinen Anteilen von Mourvedre, Syrah, Cinsault und Counoise) zeigt eine mittlere Komplexität, ist druckvoll und zeugt von einer gewissen Eleganz. Die gute Säure und die festen Tannine verleihen ihm Struktur, sodass auch eine Lagerung über weitere Jahre kein Problem darstellen sollte.

 

Parker berichtet in einer Notiz zu Domaine de la Vieille Julienne, dass Weinmacher und Eigentümer Jean-Pierre Daumen mit dem Jahrgang 2001 sich erstmals von alten Traditionen löste. Bei den Flaschen setzt er fortan nur „normale“ Burgunderflaschen ein (die nicht mehr die traditionelle CdP – Glasgravur/-prägung aufweisen) und das Etikett wurde komplett aufgeräumt.

1995 Chateauneuf-du-Pape Boisrenard, Domaine de Beaurenard – Rhone

Diese Domaine wird schon in der 7. Generation von der Familie Coulon betrieben und man bewirtschaftet einen beachtlichen Besitz von 32 ha in Chateauneuf-du-Papes und 25 ha in Rasteau (Côtes du Rhône). Die webpage hält viele weitere Informationen bereit und ist wirklich lesenswert: http://www.beaurenard.fr

 

94 Punkte – Neben dem Basiswein wird jedes Jahr noch ein kleinere Menge CdP Boisrenard erzeugt. Die Rebstöcke sind durchschnittlich zwischen 60 und 100 Jahren alt und sie stehen noch als gemischter Satz im Weinberg.  So gehen in diesen Wein bis zu 13 unterschiedliche Rebsorten ein, wobei der Grenache dominiert. Der Ausbau erfolgt 18 Monate im Holz und dann kommt der Wein ungefiltert auf die Flasche.

 

Man steckt die Nase ins Glas und ist fasziniert! Aromen von Waldfrüchten, Mokka und getrockneten Kräutern umschwirren die Nase. Am Gaumen dann eine reife, intensive und dunkle Frucht von Waldbeeren und Tabak. Die Tannine sind kräftig, aber rund und reif; der Wein besitzt eine hervorragende Struktur, die kombiniert mit der schönen Säure, ganz wesentlich zu der Klasse dieses Weines beiträgt. Obwohl schon 13 Jahre alt, dürfte dieser Wein auch in den nächsten 13 Jahren noch mit viel Genuss zu trinken sein.