Weinprobe Riesling Deutschland vs. Österreich – Trinkgenuss, Wucht und Finesse……Kork und andere Fehler

Ein feucht-fröhlicher Weinabend mit altbekannten Weinfreunden aus Hamburg, einem Berliner Wein-Plusler der ersten Stunde und einem überaus netten und kompetenten Neuzugang aus der „Berliner Küche“ nahm in Hamburg seinen Lauf….

 

Wegen entstellender (Kork)-Fehler leider unverkostet das zeitliche gesegnet:

 

1999 Knoll, Ried Schütt – Riesling Smaragd, Wachau

1988 Karthäuserhof, Kathäuserhofberg Riesling Spätlese Versteigerungswein

1986 Ducru-Beaucaillou

Die Weine nachfolgend als Einzeleintrag:

2005 Franzen, Calidus Mons ( Bremmer Calmont ), Riesling / Mosel

94 Punkte – Unglaublich reintöniger, klarer und kraftvoller Riesling, viel Druck, dabei sehr mineralisch, neben der schönen Frucht von gelben Früchten steht die mineralische Würze mit salzigen Anklängen im Vordergrund; dazu paaren sich Noten von Tabak und eher herben Gewürzen. Dies ist ein Riesling, wie man ihn kaum besser definieren kann, klar umrissen, mit Kraft, hervorragender Substanz und Tiefe sowie einer kaum enden wollenden Länge. Irrer Stoff mit langen Leben!! Jetzt unbedingt dekantieren ! Einem ersten Gewächs würde diese Qualität manchmal gut zu Gesicht stehen.  Gerne würde ich diesem Winzer zu den wohl verdienten Ehren verhelfen, daher die Profiverkoster-Bewertungen anbei: Hoschuster 93 Punkte, Eichelmann 93 Punkte, Gault Millau 91 Punkte (erstaunlich viel für einen Nicht-VDP-Winzer)