2003 Duijn – Spätburgunder Laufer Gut Alsenhof – Baden

85 Punkte – Dies ist der zweite Jahrgang, den Jacob Duijn vom neu erworbenen Weinberg produziert. Die Rebstöcke sind im Schnitt 20-25 Jahre alt und produzieren einen erstaunlich mineralischen Wein, meine Erinnerungen an den Quartz der Domaine Piron aus dem Beaujolais werden wach. Mit etwas Nachforschung bestätigt sich, das auch hier der Boden Feldspat- (Fluorit) und Quarzithaltig ist. Mir macht diese "Einstiegsdroge" immer wieder Freude. Gerade an diesen Frühlingstagen, wo man nicht sicher ist, holt man noch einen Rotwein oder schon einen frischen Weisswein aus dem Keller, ist dieser Spätburgunder die 100%ige Alternative, mit der man alles richtig macht. Der Duft aus dem Glas ist ansprechend und animierend, durchaus als Pinot gut zu erkennen, wenngleich er durch das Holz geprägt ist.

Am Gaumen kommt recht rasch die mineralische Note (Quarzit) durch, aber auch eine gewisse Spannung zwischen Pinotfrucht und Holzausbau ist zu erkennen, man möchte jedoch sagen… das Holz gewinnt die Oberhand. Dies ist auch der Grund, warum ich den Wein nicht höher bepunkte – die Aromtik ist ansprechend, mir aber ein wenig zu sehr vom Holz geprägt und die Burgunderfrucht kommt ein wenig zu kurz; dabei frisch und straff, im Abgang aber ohne große Länge. Trotzdem für den Drittwein eines Hauses eine tolle Leistung und unter PLV-Gesichtspunkten durchaus ein Kauf – vielleicht gerade für die, die sich an den deutschen Pinot herantasten wollen. Lagerfähigkeit 2006-2008

2002 Duijn Spätburgunder Gut Alsenhof

87 Punkte – Diese Flasche stammte noch von der 1.Füllung (2.Füllung mit neuem Etikett). Wer mehr Infos zu Weingut, Böden, etc. haben möchte, dem empfehle ich die wirklich schön und klar gestaltete webpage unter www.weingut-duijn.com 

Jetzt könnte man sagen, so wie die webpage so auch der Wein, aber anders herum wird wohl ein Schuh daraus. Zum Wein:

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