2004 La Grola, Allegrini – Venetien

88 Punkte – Allegrini begleitet mich seit meiner Studentenzeit. Damals war es der Palazzo della Torre, dieser im Ripasso-Verfahren ( dabei werden dem bereits fertig vergorenen Wein, nochmals angetrocknete Trauben oder der Trester des Amarone zugesetzt und mit diesem erneuten Zucker- und Aromaschub wird eine zweite Gärung eingeleitet, die dem Wein einen wunderbaren Schmelz und eine dichte Frucht verleihen kann) vinifizierte Wein, der mich begeistert hat und mich anfixte alsbald auch meinen ersten Amarone zu verkosten. 

Heute steht der La Grola (70% Corvina Veronese, 15% Rondinella, 10% Syrah, 5% Sangiovese) aus dem sehr guten Italienjahrgang 2004 vor mir und ich bin immer noch angetan von dem, was das Hause Allegrini zu noch bezahlbaren Preisen (Euro 14,-) auf die Flasche bringt. Der Wein hat eine füllige Frucht von reifen Beeren, dunklen Würznoten (Wacholder und Tabak) und einen Hauch Kaffee und dunkler Schokolade. Körperreich, vordergründig samtig am Gaumen, aber die recht kräftige Säure sorgt für eine gute Balance. Die ausgereiften Tannine sind gut spürbar und sicherlich auch die Garantie dafür, dass der Wein ein paar Jahre auf diesem Niveau noch so bleibt. Mir schmeckts (auch wenn ich heute Weine mit mehr Eleganz vorziehe) und deshalb genehmige ich mir noch ein Glas als Schlummertrunk.