2002 Schloßböckelheimer Felsenberg Spätlese halbtrocken, Dr. Crusius – Nahe (Celerina 2)

90 Punkte – Ungemein klarer, ja glockenklarer Riesling mit herzerfrischender Saftigkeit und einer strahlenden Mineralität, würzig; aktuell mit herrlicher Reife, substanziell und druckvoll, zarter Zuckerschwanz, sehr reintönig, Sauerampfer, Pomelo, noch mehr Punkte liegen leider nicht drin, da etwas die Länge fehlt.

2000 Clos de l’Escandil, Domaine Aires Hautes (Gilles Chabbert) – Minervois (Wein 2)

86 Punkte – Dieser Wein stammt vom terroir „La Livinière“ am Fuße der Montagne Noir. Dieses Fleckchen Erde hat – gemeinsam mit den vier Nachbargemeinden – als erstens Cru-Status im Minervoisgebiet erhalten. Gilles Chabbert gehört mit seiner Domaine Aires Hautes zu den Schrittmachern im Minervois und seine Weine gelten als Referenz für dieses Gebiet, ja für das gesamte Languedoc. Blättert man durch die Weinführer und Weinzeitschriften der letzten Jahre, so sind seine Weine allgegenwärtig und stets gut bewertet. Der aktuelle Jahrgang des Clos de l’Escandil kostet ca. Euro 20.

Im Glas wirkt der Wein unglaublich jung, schwarz mit violettem Rand. In der Nase ein Eindruck von Fleisch und schon wieder der Eindruck von Schmorbratensoße (wenngleich schwächer als beim Côte Dorée), aber auch dunkle Beerenfrucht. Am Gaumen weich, mit schönem Schmelz und angenehm kühl, runder Ansatz, reife Waldfrucht, etwas Cassis, runde, reife Tannine, Mon Cherry im Abgang; leider etwas alkoholisch und im Abgang etwas kurz. 

2004 Peter Jakob Kühn – Oestrich Riesling „L“ – 2 Trauben

90 Punkte – Der "L" ist eine Kürzel für Landflecht, eine spezielle Parzelle im Doosberg. Früher, vor 1971, wurden Weine dieser Parzelle unter ihrem Lagennamen "Landflecht" ausgebaut und haben hervorragende Ergebnisse produziert. Heute gibt es die LAge nicht mehr, also auch keine Weine aus dieser Lage, die Nutzung des NAmens ist verboten, Kühn nennt seinen Wein deshalb "L". Zum Wein selbst:

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