1997 Vigna del Sorbo Chianti Classico Riserva, Fontodi – Toskana

93 Punkte –  Das Hitzejahr 1997 hat in der Weinkritik eine Achterbahnfahrt erlebt wie kein Zweites – nach dem Jubel kam der Absturz. Zu warm, zu viel Alkohol, kein Lagerpotential waren die Schlüsse. Heute, 17 Jahre später, ist festzustellen, dass fast alle Recht behalten haben. Viele 97er Toskana-Weine haben die Blüte ihres Lebens bereits hinter sich, doch einige stehen gerade mitten in ihr. So auch die 97er Chianti Classico Riserva „Vigna del Sorbo“ aus dem Hause Fontodi.Da die Flasche erst heute aus der jahrelangen Querlage in die Horizontale befördert wurde, ist das Depot etwas in Unruhe. Aufgezogen und genossen! Rubinrote Farbe mittlerer Dichte. Die Nase zeigt eine reife, leicht eingekochte rote Frucht, Himbeeren, Preiselbeergelee und Sauerkirschmarmelade. Den aromatischen Rahmen bilden Sandelholznoten, feinstes Leder und schwarze Oliven. Am Gaumen ein herrlich konzentrierter Chianti. Frucht und Reife gehen spielerisch miteinander um und die Tannine sind wunderbar reif, rund und mürbe. Am Gaumen körperreich, aber nicht schwer, mit reichlich reifer Kirschfrucht, Kirschmarmelade, Schokolade, feinen Hölzern, etwas Rost und süßlicher Würzigkeit (Süßholzwurzel). Die Säure ist kräftig und bildet einen schönen Gegenpol zu dem reichlich vorhandenem Extrakt. Diese Cuvee aus 85% Sangiovese und 15% Cabernet Sauvignon ist auf Grund ihres Alters wunderbar ausdifferenziert und bereitet jetzt großes Vergnügen.

1988 / 1997 Il Pareto, Tenuta di Nozzole – Toskana („kleine“ Weinprobe Nr.6+7)

93 Punkte (1988) / 92 Punkte (1997) – Die Familientradition der heutigen Besitzer der Tenuta di Nozzole (Ambrogio und Giovanni Folonari) reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Seit 1825 firmierte die Familie ihre Geschäfte unter dem Namen „Fratelli Folonari“ Im Jahr 1912 kauften die Brüder Italo (der Großvater von Ambrogio) und Francesco die bereits damals für ihren Chianti berühmte Firma Ruffino. In den späten 60er Jahren trennte man sich von „Fratelli Folonari“ und erwarb 1971  das Weingut Nozzole in der Nähe von Greve, im Herzen des Chianti-Gebietes. Gleiches gilt für das Weingut Cabreo, das in den 80er Jahren durch Ambrogio maßgeblich entwickelt und ausgebaut wurde. Doch irgendwie scheinen Familiendynastien nicht für die Ewigkeit gemacht und trennte sich Ambrogio und sein Sohn Giovanni im Jahr 2000 von Ruffino und dem Rest der Familie. Die beiden bekannten Weingüter und Marken Tenuta di Nozzole sowie Tenuta del Cabreo bilden heute den Kern des Besitzes der Tenute Folonari (www.tenutefolonari.com).

 

Il Pareto ist seit jeher ein reiner Cabernet Sauvignon; als früher Supertoscan einst als Tafelwein deklariert, trägt er heute die Herkunftsbezeichnung Indicazione Geografica Tipica (IGT). In meiner Augen ist dieser Wein in Deutschland leider viel zu wenig bekannt, denn gerade in den 80er und 90er Jahren besitzt dieser Wein eine hervorragenden Qualität und Langlebigkeit. Obwohl die Flasche selten mehr als ein Drittel der großen Supertoscans aus dem Bolgheri kostet, braucht er sich keinesfalls hinter ihnen zu verstecken.

 

Der 1988er Il Pareto (93 Punkte) zeigt bereits in der Nase seine Verwandtschaft zu Bordeaux. Am Tisch wurde gerätselt, der erste Bordeaux an diesem Abend oder doch der nächste Italiener – bei diesem Wein schieden sich die Geister. Mit seiner feinen Lakritznote erinnerte er an einen Wein aus dem Grave. Auffallend schön ist die hohe Frische, mit dem dieser über 20 Jahre alte Wein im Glas steht. Hinzu kommen ein hohes Maß an Eleganz und Komplexität, die seinem Auftritt eine aristokratische Dimension verleihen. Mit seinem erdigen Aromenbild und den Anklängen von feinem Tabak trifft er meine Vorstellung eines hochwertigen Bordeaux vollkommen. Dieser Wein ist kühl, komplex, genussreich und baut im Glas aus. Weitere Jahre in der Flasche, gelagert in einem dunklen, kühlen Keller dürfte er ohne Problem überstehen.

 

Il Pareto 1997 (92 Punkte) steht seinem Pendant aus 1988 kaum nach. Ein kraftvoller Cabernet mit klarer Struktur, definierten Konturen und einer wunderbaren Saftigkeit. Die 97er Ausgabe des Il Pareto besitzt einen vollen Körper, hat Rückgrad und ist trotzdem geschmeidig am Gaumen. Die klare und schöne Frucht, mit Noten von Cassislikör, erdigen Aromen, feinem Tabak und einem klitzekleinen Hauch von grünen Paprika, machen ihn für mich zu einem Cabernet Sauvignon in Reinform. Der Wein erlebt jetzt seine erste volle Blüte und dürfte auch die nächsten 10 Jahre viel Freude machen.

1997 Le Stanze, Poliziano – Toskana („kleine“ Weinprobe Nr.5)

92 Punkte – Die Familie Carletti startete mit dem Weinbau auf 22ha im Jahr 1961, heute besitzt man in der Gegend um Montepulciano 120 ha und ein weiteres Weingut in den Maremmen. Der Name Poliziano ist ein hommage an den humanistischen Dichter Angelo Ambrogini, der in Montepulciano geboren und als „Il Poliziano“ bekannt wurde.

 

 

Der Supertoscan „Le Stanze“ (benannt nach einem Gedicht von Il Poliziano) wurde erstmal im schwierigen Jahrgang 1987 gekeltert und auf den Markt gebracht. Mit diesem Wein versuchte man international bekannt zu werden, ohne den toskanischen Ursprung aufzugeben. Dass dieser Balanceakt im Hause Poliziano stets gelingt, konnte ich schon bei mehreren verkosteten Jahrgängen feststellen – an diesem Abend hatten wir die 97er Ausgabe im Glas.  Bereits das Bukett wies uns den Weg in die Toskana: viel Eisen (Blut), darunter verbarg sich zu Beginn eine etwas überreife Frucht von Pflaumen und Waldbeeren; hinzu kamen erdig-würzige Noten sowie Anklänge an Graphit. Mit zunehmender Luft baute die Frucht deutlich aus; ein Hauch von Maggikraut/Liebstöckel wies uns den Weg zum Alter des Weines. Am Gaumen brauchte er ein wenig Anlauf, nahm dann – mit der Luft im Glas – aber an Fahrt auf und entwickelte eine schöne Fülle. Die Reife war etwas deutlicher zu erkennen als beim zuvor verkosteten Desiderio von Avignonesi, dafür punktete der Le Stanze aber mit seiner komplexen Art am Gaumen, wenngleich der Desiderio in Punkto Eleganz leicht die Nase vorne hatte. Insgesamt ein immer noch Wein mit einer guten Struktur, Kraft und Fülle, der sicherlich noch die nächsten 2,3,4 Jahre schön zu trinken sein wird, wenngleich am Tisch auch deutlich gereifteren uns schwächeren Flaschen berichtet wurde.

1997 Desiderio, Avignonesi – Toskana („kleine“ Weinprobe Nr.4)

91 Punkte – Avignonesi kann sicherlich zu den führenden Weinhäusern in der Toskana gezählt werden. Heute verbergen sich hinter dem Namen vier Weinbaubetriebe: Fattoria La Capezzine, Estate I Poggetti, Estate La Selva und Estate La Lombarda. Zusammen verfügt Avignonesi über 225 ha Grund und Boden, von denen 109 ha unter Reben stehen und weitere 3 ha mit Olivenbäumen bepflanzt sind.

 

Vor einigen Jahren war ich auf einer Veranstaltung mit Mario Scheuermann, der behauptete, dass der Desiderio am besten schmeckt, wenn er mindestens 10 Jahre gereift ist. Wenn ich mich recht erinnere gab es damals einen wirklich schönen 88er Desiderio, der das getroffene statement deutlich unterstrich. Nun hatten wir einen 12 Jahre alten Desiderio im Glas, der mich mit seiner animierenden Nase von Waldbeeren und Eisen (Blut) überzeugte. Auch am Gaumen ein feiner Stoff, mittelgewichtig, mit recht eleganter Frucht und erdigen Anklängen; steht bestens im Saft, hat Struktur, eine schöne Säure und zeigt wenig Alter, trotzdem dürfte er jetzt – gute Lagerung vorausgesetzt – seinen Höhepunkt erreicht haben (jetzt herrlich ausgewogen und harmonisch). Auf diesem Niveau sicherlich die nächsten 2-3 Jahre unverändert, bevor sich das Alter etwas mehr in Szene setzt.

 

Wir diskutierten recht lange, ob dieser Wein ein reiner Merlot sein kann, oder ob es nicht doch eine Cuvee aus Merlot und Cabernet Sauvignon ist. In Kenntnis dessen, dass es bis dato immer ein reiner Merlot war, habe ich natürlich die „Merlot-Fahne“ hochgehalten, aber man sollte sich doch mehr auf seine Sinneseindrücke denn auf archiviertes Wissen verlassen! Im Gambero Rosso 2001, S.449 gibt’s folgendes zum 97er Desiderio zu lesen: „(…)Aus einem reinsortigen Merlot wurde jetzt ein Verschnitt aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Seinen Duft nach kleinen roten Früchten begleitet eine gefällige und massvolle vegetabile Ader; gut auch der Geschmack mit dem etwas übermütigen Tanin, dessen feine Manieren noch den letzten Schliff benötigen.“ J

Clos Mogador – Vertikalverkostung 1991, 1992, 1995, 1997, 2002, 2006

Am 15. Mai war René Barbier zu Besuch bei Mövenpick in Düsseldorf. Ein paar Infos zur Bodega und zum Winzer hatte ich bereits bei der Terminankündigung geschrieben (vgl. http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=412). Der Abend war sehr unterhaltsam und erkenntnisreich. Da nicht alle Teilnehmer Spanisch oder Französisch (René parliert perfekt in Französisch) sprachen, war es eine große Freude, dass eine junge Dame jede Frage und Antwort perfekt übersetzte. Sie war nicht nur fließend in beiden Sprachen, sondern besaß auch erhebliche Kenntnisse über Wein und – Dank eines Praktikums vor Ort – über die Bodega Clos Mogador.

Die größte Überraschung für mich war, dass René die Rebstöcke mehr oder weniger sich selbst überlässt. Er versucht nur minimalen Einfluss zu nehmen, um so einen möglichst hohen Ausdruck des terroirs zu erzielen. Für mich ist dies auch ein plausibler Grund, warum so große Unterschiede zwischen den einzelnen Jahrgängen bestehen.

 

Gestartet sind wir in die Verkostung mit dem 2006er Jahrgang des Manyetes; danach folgten sieben verschiedene Jahrgänge vom Clos Mogador.

 

 

2006 Manyetes, Bodegas Clos Mogador – Priorat

 

90 Punkte – Die Trauben für diesen Stoff stammen zu 70% von alten Cariñena-Rebstöcken (im Schnitt ca. 70 Jahre alt); die verbleibenden 30% sind Garnacha. Zu Beginn ätherisch-kühl. Mittelgewichtig, wirkt sehr mineralisch, mit einer schönen Saftigkeit (Pflaumensaft, Waldfrüchte) ausgestattet, dazu ein angenehme Würzigkeit und Aromen von  Tinte und Veilchen. Gut gefallen haben mir die feinsandigen Tannine, die dem Wein ein gutes und stabiles Rückgrad geben. Rene Barbier führte aus, dass der Manyetes die Mineralität schon in seiner Jugend deutlich hervorbringt, der Clos Mogador dafür mehrere Jahre Flaschenreife benötigt. Die Rebstöcke für den Manyetes stehen auf den ärmsten Böden, die im Sommer sehr, sehr heiß werden und diese Hitze lange speichern. Rene Barbier sagte, dass die Cariñena-Reben dann ziemlich im Stress sind, so aber auch die Ausbildung der Mineralität deutlich unterstützt wird.

 

 

1991 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


88 Punkte – Der Wein kam mir vor wie ein reifer Mix aus Burgunder und Bordeaux; in der Entwicklung schon ziemlich weit fortgeschritten; eher schlanker Ansatz; Noten von rotem Tee (Hagebutte, Malve und Kirsche); deutliche Mineralität, fast ein wenig staubig. Irgendwie war ich mir nicht sicher, ob das nun ein eleganter Wein ist, der durch seine Mineralität ein wenig spröde wirkt, oder ob er auf Grund des Alters schon ein wenig karg ist und er sich jetzt zwar noch interessant präsentiert, aber die besten Zeiten schon hinter sich hat. 13,5% Alkohol / ca. 6.000 Flaschen produziert.

 

 

1992 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat

 

92 Punkte – Ab diesem Jahrgang wurde nur Lesegut der eigenen Weinberge (davor wurden Trauben in der Region zugekauft, u.a. aus dem berühmten Weinberg l’Ermita) verarbeitet. Im Gegensatz zum Vorgänger-Jahrgang ist der 92er ein Ausbund an Jugendlichkeit. Die dichte, ausdrucksvolle Aromatik ist interessant und betörend zugleich. Einerseits ein saftiger, beeriger Eindruck (Heidelbeeren; Amarenakirschen), andererseits offenbart der 92er Clos Mogador einen Eindruck von Sommerwiese (mit Noten von Kornblumen und Veilchen) und Herbstlaub (erdige Noten). Kombiniert mit der sämigen Süße und den weichen, feinsandigen Tanninen ging meine Hand leicht zum Glas gehen und mit großer Freude genoss ich, dass es noch einen Schluck „Nachschlag“ gab. 14% Alkohol.

 

 

1995 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


91 Punkte – Der letzte Jahrgang Clos Mogador, der ohne Cariñena vinifiziert wurde. Die Cuvée bestand bis dato aus Garnacha, Cabernet Sauvignon und Syrah. Die 95er Ausgabe ist sehr tief in der Farbe; am Gaumen und in der Nase weich, wirkt noch primärfruchtig und besitzt eine leicht überreife Süße. Weiblich rund und sehr apart, dabei tiefe Geschmacksanlagen: Waldbeeren, Rumfrüchte und ein wenig rauchig.

 

Zu Beginn hatte ich bei diesem Wein einen Korkverdacht, der sich aber nicht bestätigte. Eine gute Hilfe bei der Überprüfung, ob man einen TCA (Korkschmecker) hat oder nicht, ist, wenn man einen kleinen Schluck Wein in ein Glas mit Wasser gibt. Riecht dieser Mix immer noch muffig, dann ist der Wein 100%ig korkig.

 

Rene Barbier berichtete, dass viele Menschen, bei seinen Weinen zu Beginn einen Korkverdacht haben, doch für ihn ist das ein Ausdruck des terroirs beim Clos Mogador und absolut typisch. Nun ja, über diese Aussage ließe sich wohl diskutieren, aber an so einem Abend lässt man das. Meiner Meinung nach könnte dies auch ein Ausdruck von nicht ganz sauberer Kellerarbeit (der neue, unterirdische Keller ging 1997 in Betrieb) bzw. recht hoher Schwefelgabe sein. Aber das ist nur eine vage Vermutung…. Letztlich zählt das, was im Glas ist, und  das war nach etwas Luft zum Atmen hervorragend!! 14,7% Alkohol.

 

 

1997 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


93+ Punkte – Was für ein barocker Wein. Mir fielen gleich ein paar ebensolche Frauen ein, aber nur wenige bringen diese üppigen Kurven mit so viel Lebensfreude, Unbekümmertheit und ländlicher Anmut zusammen – eine Mischung Ina Müller und kräftig gebauter Landfrau mit Stil und Charme.  

 

Die Frucht wirkte zwar geschmacklich etwas überreif, aber trotzdem erzeugt der Wein ein kühles Mundgefühl. Sehr ätherische Noten: Lavendel, Eisenkraut, Thymian, dazu ein Hauch Menthol und Tabak. Auch wenn der Wein etwas strukturierter sein könnte, macht es sooo viel Spaß ihn zu trinken und es ist erstaunlich wie gut dieser Wein – in einem ansonsten eher mittelmäßigen Jahrgang in Spanien – daherkommt. Später nochmals nachverkostet – der Wein legt weiter zu und gewinnt sogar noch etwas an Kontur. 14% Alkohol.

 

 

2002 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat

 

92 Punkte – das Jahr war kein unspannendes für die Winzer im Priorat, denn es gab in dieser ansonsten sehr heißen Region relativ viel Regen. Doch ich bin der Überzeugung, dass gerade die steinigen, schiefrigen Böden gut geeignet sind, das Wasser in tiefere Schichten abzuführen, sodass die Trauben sich nicht zu dick und wässrig werden. Auf der anderen Seite ist in solchen Jahren eine gute Reb- und Laubarbeit gefragt, damit die Trauben gut abtrocknen können und die Pilze kein zu leichtes Spiel haben.

 

Die 2002er Ausgabe des Clos Mogador zeigt eine angenehme Kühle in der Nase mit einer schönen Brombeer- und Heidelbeerfrucht. Am Gaumen recht straff und mit viel Biss. In der Aromatik einem Chateauneuf du Pape nicht ganz unähnlich; mineralischer Ansatz, Aromen von Pflaumen, roten Früchten und Mirabellen, recht kühl; sowohl die Tannine als auch die Säure sind etwas straffer als in anderen Jahren, aber ich empfinde das durchaus positiv; schöne Länge. 14,5% Alkohol.

 

 

2003 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


88 Punkte – 2003 war das große Hitzejahr in ganz Europa und in ganz Europa entstanden äußerst ungewöhnliche Weine: häufig fett und mit viel Alkohol ausgestattet. Viele sprachen vom Jahrhundertjahrgang (und vom Wetter war er das auch!!) und bei dem Gedanken, dass Alkohol ein Geschmacksträger ist, wird mir ganz „plummerant“ – müssen da die Weine nicht supertoll schmecken?

 

NEIN – sie müssen nicht, denn egal in welchem Land oder Landstrich man sich auf der nördlichen Halbkugel auch befindet, die Weine sind regelmäßig zu alkoholisch, zu breit, haben zu wenig Säure und sind folglich zu unausgewogen.

 

Auch beim 2003er Clos Mogador ist der Jahrgang deutlich erkennbar: würzig, warme Aromatik; Noten von Rumtopf und (über-)reifer Frucht. Im Glas zeigt er schon eine erstaunlich reife Farbe. Die Fruchtsüße, der dichte Saft und der hohe Extrakt stehen auf der „Habenseite“ der Bilanz dieses Weines. Im Soll sind zu verbuchen: die aromatische Breite, eine gewisse Unausgewogenheit sowie eine leichte Bitternote, die wahrscheinlich von der Überreife des Lesegutes stammt. Der Wein ist erstaunlich schnell gealtert, wahrscheinlich ist dies auch eine Folgeerscheinung der – im Vergleich zu an deren Jahrgängen – zu geringen Säure (?); 14,5% Alkohol.

 

2006 Clos Mogador, Bodegas Clos Mogador – Priorat


90 Punkte – Kühle, dunkle Frucht. Seidig und weich am Gaumen. Ausladende Primärfrucht mit Aromen von Himbeeren, Brombeeren, Pflaumen und Schokolade. Feinste Lindt-Schokolade und Amarena-Kirschen habe ich mir notiert. Die süße Frucht und der samtige Schmelz sind so auffällig, dass einige Probenteilnehmer vermuteten, dass der Sohn von Rene Barbier für diesen Jahrgang verantwortlich zeichnet und somit vielleicht ein neuer, etwas internationalerer Stil Einzug in den Keller gehalten hat. Aber schon bei der Frage, schüttelte Madame Barbier so heftig mit dem Kopf, dass klar wurde, Rene lässt sich das Zepter beim Rotwein noch nicht aus der Hand nehmen.

 

 

2007 Nelin, Bodegas Clos Mogador – Priorat


89 Punkte – Mit dem weißen 2007er Nelin wurde doch noch das Können vom Filius der Familie vorgestellt. Die Cuvee im Jahr 2007 besteht aus 54% Garnacha, 10% Viognier, 9% Pinot (weiß gegeltert), 13% Rousanne, 8% Macabeu und 6% Pedro Ximenez und Marsane. Der Wein wurde 9 Monate im Barrique ausgebaut; er hat 14% Alkohohl, 5,9 Gramm Säure/Liter und einen Restzucker von 0,5 Gramm/Liter.

 

Im Glas hat der Wein einen leichten Lachston, was von den weiß gekelterten Rotweintrauben stammen dürfte. Er duftet ein bisschen wie ein Neuer-Welt-Chardonnay, was auf den barrique-Einsatz zurückzuführen ist. Die Nase zeigt intensive, schöne Wiesen- und Blütendüfte, dazu eine deutliche Birnenfrucht; am Gaumen einem weißen Chateauneuf-du-Pape nicht unähnlich. Die deutliche Mineralik steht ihm gut; Assoziationen mit weißen Pfirsichen, grünen Bananen; Buttertrüffel und einem leichten Blütenhonig kommen mir beim „Kauen“ des Weines so in den Sinn. Schöner Stoff, den ich jedoch relativ jung (in den nächsten 1-4 Jahren) trinken würde, wenngleich ich beim weißen CdP etwas anderes rate: LIEGEN lassen.

1997 Insignia, Joseph Phelps – St. Helena (Napa Valley) / „Ma(n)ifest Nr.11“

 

96 Punkte – Innerhalb von 4 Wochen der zweite Jahrgang dieses großen, bekannten Kaliforniers. Hatte ich den 95er schon mit sehr guten 94 Punkten bewertet (vgl. http://weinwelt.blogg.de/eintrag.php?id=414), so waren diesmal noch 2 Punkte mehr im Glas. Ein Schmackofatz – Wein allererster Güte. Tiefe Farbe; dunkel und ganz dicht stand er im Glas vor uns und strahlte uns an. Von der Aromatik ein Charmeur, ein Schmeichler, ein Don Juan – und dann das ganze auch noch im Smoking für den großen Auftritt am Abend. Und nicht völlig neidfrei muss ich kontestieren, dass er auch den nötigen Tiefgang besaß.  Jede Frau hätte an diesem „Beau“ mit Scharm und Charakter ihre wahre Freude.

 

Nicht ganz uneigennützig habe ich entschieden, dass mir dieser Typ nicht in mein Haus kommt. Oder anders ausgedrückt, dieser Ausbund aus Kraft, Saft, Frucht und Schmelz, umhüllt von einem edlen Zwirn, der hier und da den kräftigen Körper nicht verdeckt, werde ihn meiner Herzdame vorenthalten; sonst bin ich den ganzen Abend abgemeldet.

 

Nicht so schwärmerisch formuliert liest sich das dann so: Dichter, saftiger, geschmeidiger und fruchtbetonter (u.a. Cassis & Heidelbeeren) Wein, der mit seinen Lakritz- und  Kräuteraromen aromatisch komplex wirkt. Der  an Vollmilchschokolade erinnernde Schmelz ergänzt sich gut mit der schönen Süße, die den Speck zwischen Rippen (bestehend aus reifen, feinsandigen Tanninen) bildet.  Harmonisch und balanciert; mit guter Länge.

1997 Riesling „Singerriedel“ Smaragd, Franz Hirtzberger – Wachau

 

95 Punkte – Der Singerriedel war da schon ein ganz anderer Schnack. Ausdrucksvoll, ausladende und animierende Frucht; gelbe Früchte, Apfelnoten, rauchig und schon in der Nase ist die hohe Frische erkennbar, die diesen 12 Jahre alten Weißwein auszeichnet. Am Gaumen zeigt er ein Feuerwerk von Aromen (z.B. Orangen, Cassis, Zitronenmelisse), das Säurespiel ist perfekt und die deutliche Mineralik verleiht ihm viel Komplexität und einen Trinkfluss, sodass es wirklich schwer fällt das einmal gefüllte Glas wieder abzustellen.

 

Ähnlich wie der 2002er scheint auch dieser Wein ein Spiegelbild seines Jahrgangs zu sein, denn die Frische und das geniale Säurespiel sind wohl auf die kräftigen Temperaturschwankungen bis tief in den Herbst zurückzuführen. Bei der Vinea Wachau, der im Jahr 1983 gegründeten Qualitätsvereinigung der Wachauer Winzer beschreibt man den Jahrgang wie folgt: „Eher später Austrieb. Ein schöner Mai holt wieder viel auf. Rebblüte ca. 10. bis 20. Juni. Auf einen kühleren Juli mit guter Wasserversorgung folgt ein warmer August und ein traumhafter September. Gesundes Traubenmaterial und die großen Temperaturunterschiede im Herbst geben den Weinen des Jahrgangs 1997 seinen unverwechselbaren Charakter.“

Am Vorabend der Prowein im Saittavini in Düsseldorf

Wie immer, war es voll im Saittavini an der Luegallee in Düsseldorf. Doch an diesem Vorabend der ProWein hätte die Weinbar und das Restaurant von Michelangelo Saitta wohl drei- oder viermal so groß sein können und trotzdem hätten nicht alle einen Platz bekommen, die hoffnungsvoll hereinschauten, um einen der begehrten Tische zu erhaschen. Selbst Winzerlegenden wie Emi Knoll, Franz Hirtzberger oder Rudi Pichler planen hier von Jahr zu Jahr und buchen ein Jahr im Voraus. Bei einem gemeinsamen Glas Wein sagte mir Irmgard Hirtzberger, dies sein "ein besoderer Ort", von denen sie nicht viele kennt.

 

Und so schätzten auch wir – ein eng befreundetes Paar aus Frankfurt und ich – uns glücklich, dass wir an diesem Abend einen Platz gefunden hatten, an dem wir die Nacht zum Tage machten und bis drei Uhr ein hervorragendes Essen genossen und mindetens gleichwertige Weine tranken. Zum Vorglühen gab es einen knackig frischen Sauvignon Blanc aus Südafrika. Danach gingen wir in medias res und tranken:

1997 Barolo Rocche del Falletto, Bruno Giacosa – Piemont

95 Punkte – Was für eine Harmonie! In der Nase eine Kombination aus roten Früchten, feuchtem Waldboden und getrockenten Wiesenblumen. Am Gaumen Eleganz pur, subtile Frucht, unterstützt von feinen, mürben Tanninen und einer Saftigkeit, die trotz aller innerer Kraft eine Leichtigkeit besaß, die es mir schwer machte, nicht permanent zum Glas zu greifen. Der Weine baute im Glas aus und (mit viel Zurückhaltung) konnte ich so über ein Stunden immer neue Eindrücke und Aromen entdecken. Zwischenzeitlich genossen wir die anderern Weine des Abends, aber immer wieder kam ich zurück zu diesem Glas und ein stilles Lächeln und eine genussvolle Zufriedenheit stellte sich sogleich ein.

 

1997 Brunello Riserva, Poggio Antico – Toskana

86 Punkte – Eigentlich sollte dieser Wein ein adäquates Pendant zum Barolo von Giacosa aus gleichem Jahrgang sein, doch hier spielte wohl 2. Bundesliga gehen Champions League. In der Nase süße Pflaumenkonfitüre und Aromen von überreifen Früchten (bei Weinen aus diesem Hitzejahr durchaus typisch). Im Mund angekommen, empfand ich diesen Wein eher als unausgewogen, denn die Aromen von Rumtopffrüchten zeugten von überreifem Lesegut. Die für einen Brunello auffallend mürben Tannine und der mittelgewichtige Körper gingen etwas unter und so hat dieser Wein für mich einen leichten Mangel an Struktur und Finesse. Wer ihn im Keller hat, sollte ihn möglichst schnell trinken, denn ich glaube, dass dieser Wein nicht mehr besser wird.

 

1970 Barolo Cannubi Vigneto Pittatore, Casa Vinicola Ceretto – Piemont

88(-) Punkte – Dieser Wein gab mir ein kleines Rätsel auf, denn das heute berühmte und große Baroloweingut Ceretto firmierte damals eigentlich unter dem Namen des Vaters der heutigen Besitzer: "Azienda Vinicola Riccardo Ceretto" (wie ein gerahmtes Etikett bei mir in der Küche belegt), doch auf dieser Flasche stand "Casa Vinicola Ceretto". Für mich stellen sich die (bislang unbeantworteten) Fragen: nahm man es damals nicht so genau mit den Bezeichnungen für die Weingüter? Handelt es sich um unterschiedliche Weingüter oder war das Weingut doch identisch und man hat schon damals unterschieden zwischen Weinen, die aus eigenen Trauben bzw. zugekauften Trauben vinifiziert wurden?

 

Wie auch immer – dieser Barolo zeigte zunächst eine recht animalische Nase mit Eindrücken von Leder. Doch bereits nach wenigen Minunten veränderte sich der Inhalt des Glases; ich empfand medizinale Anklänge, dann Eindrücke von Veilchen und mit mehr Luft kamen die Tertiäraromen (Maggikraut/ Liebstöckel) immer stärker durch. Am Gaumen zeigte sich zunächst eine feine (Todes-) Süße mit Anklängen an Teer und Lakritze. Es folgten recht schnell Aromen Malventee und der Wein fiel immer mehr auseinander. Eine Punktewertung ist für so einen Wein sehr schwer – waren zu Beginn vielleicht 88 Punkte im Glas, so muss man doch sagen, dass er alle 10 Minuten einen Punkt verloren hat.

Beschlossen haben wir den Abend mit einem:

 

1989 Barolo Riserva, Giacomo Borgogno – Piemont

92 Punkte – Dier klassische Bordeaux vermittelt von seiner Farbe und von seiner gesamten Art eine burgundische Art, die besonders am Gaumen deutlich wird. Für mich ist dies ein klassischer Barolo, der sicherlich erst jetzt am Beginn seiner Trinkreife steht, denn das Tannin ist schon noch adstringierend, aber die Frucht ist betörend, mit Noten von roten Früchten, getrockneten Rosen und  einem Hauch Lakritz und Teer. Dieses Spannungsfeld zwischen der festen, fast unnahbaren Struktur und der andererseits femininen Aromatik, ist etwas, was nur klassischer Barolo kann.

1997 Sancta Catharina, Cantine Dei – Toscana

92 Punkte – Bereits im Jahr 1964 hat Alibrando Dei, Großvater der heitigen Eigentümerin  Maria Caterina Dei, erste Teile von Bossona, dem heutigen Weingut gekauft und erste Pflanzungen mit Prugnolo-Gentile-Reben vollzogen. Die Rebsorte Prugnolo Gentile, ein spezieller Klon der Sangiovese, ist ausschließlich der Appelation  Vino Nobile di Montepulciano vorbehalten. Sie war bereits damals (und ist es auch heute) das Maß der Dinge in der Catine Dei. Von den ca. 100 ha Land, die man aktuell besitzt, stehen 38 ha unter Regen – davon sind 31 ha mit Prugnolo Gentile bestockt.

Jedoch  erst 1985 entschied man sich, die Trauben nicht mehr ausschließlich weiter zu verkaufen, sondern produzierte in einem angemieteten Keller die ersten, eigenen Flaschen Wein. Doch bereits vier Jahre später, 1989, begann Galileo Dei, der Sohn von Alibrando bzw. Vater von Maria Caterina mit dem Bau eines eigenen Kellers in der Nähe der Villa –  mitten in den Weinbergen der Cantine gelegen. Zwei Jahre später beendete Maria Caterina ihre Karriere als Sängerin und Schauspielerin, um im familieneigenen Weingut vollständig einsteigen zu können. Wer einen Eindruck von Caterina Gesangsqualitäten bekommen möchte, folge bitte diesem link: http://www.cantinedei.com/cantinedei.asp?Lang=2

Noch mehr als die Gasangsqualitäten überzeugt mich allerdings der 1997er Sancta Catherina, eine Cuvee aus gleichen Anteilen Sangiovese (Prugnolo Gentile), Cabernet Sauvignon und Syrah. Leider ist die vor mir stehende Flasche die letzte von dreien, die ich in den vergangenen Jahren getrunken habe, aber die Qualität und die Trinkfreude sind nach wie vor bestechend.

Nach wie vor in glänzender, fast schwarzer Robe präsentiert sich dieser Wein im Glas. Die Nase ist sehr kühl, ganz dunkelbeerig und ätherisch. Auffallend ist die Graphitnote, die sich später auch deutlich am Gaumen zeigt. Dieser Wein sollte nicht wärmer als 18,19  Grad getrunken werden, damit er seine saftige Frucht und Eleganz voll ausspielen kann. Dies vorausgesetzt, hat man einen richtig eleganten, immer noch jung  wirkenden  Supertuscan im Mund, der sich sehr kühl und mit deutlich mineralischer Noten vorstellt. Insbesondere dieser an Graphit/Bleistift erinnernde Eindruck, der kombiniert mit der noblen, sehr dunklen Frucht (Heidelberren, dunkle Kirschen, Brombeeren und  Pflaumen), den Charme dieses Weins ausmacht, überzeugt mich und läßt bei mir die Hand zum Glas gehen. Die Ätherik im Mund läßt sich vielleicht am besten mit Noten von Menthol und Eukalyptus beschreiben, aber auch Anklänge an die harten "Lakritzpfötchen" von Katjes kann man nicht negieren. Die Säure ist überzeugend und die Tannine sind immer noch straff, sodass Zunge und Zähne mit einem leicht stumpfen Belag überzogen sind. Ich empfehle daher diesen Wein  zum Essen zu genießen, er passt wunderbar zu gegrilltem Fleich (mit ordentlich Röstaromen). Wird vielleicht mit der Zeit noch etwas harmonischer und kann sicherlich weitere 5-8 Jahre getrunken werden. Mit zunehmender Temperatur und Luft wird er runder und weicher.

 

Meine Notizen aus vergangenen Jahren:

„1997 Sancta Catharina, Cantine Dei – Toscana“ weiterlesen

1997 Poggio Valente Morellino di Scansano, Fattoria Le Pupille – Toscana

92 Punkte – Die Fattoria Le Pupille ist für mich auch nach Jahrem immer noch das Maß der Dinge in Sachen Morellino aus der Maremma. Die Eigentümerin Elisabetta Geppetti gehört für mich zu den großen Damen des italienischen Weins und ihr Poggio Valente ist Jahr für Jahr ein klasse Wein mit hohem Spaß- und Genussfaktor. Ende der  90er Jahre war er auch im PLV ein top-buy; inzwischen bekommt man ihn leider  nicht mehr unter Euro 30,- sodass letztere Eigenschaft nicht mehr ganz zutrifft.

1996 erwarb Elisabetta die 12ha Weinberge für den Poggio Valente, die Hälfte der Fläche wurde neu bestockt, mit der anderen Hälfte wurde Wein erzeugt. Der letzte Jahrgang der alten Reben war dann der 2006er, danach wurde gerodet und wieder neu bestockt.

Im Glas vor mir steht nun der 1997er , der erste Jahrgang dieses Weines, der auf die Flasche kam. Als Weinberater maßgeblich mitverantwortlich für diesen wunderbaren Stoff war damals Riccardo Cotarella, der viele seiner "Weinkinder" zu Welterfolgen geführt hat. Im Jahr 2000 wurde er von Christian Le Sommer, dem ehemaligen technischen Leiter von Chateau Latour abgelöst.

Mit einem sehr klaren rubinrot strömt der Wein ins Glas, die Nase wirkt erdig, die Frucht wirkt reif und dunkelbeerig, mit etwas Lakritz und Graphit. Im Mund erinnert er in seiner Frucht und vom Mundegefühl an einen Pomerol, aber die Säure ist und bleibt italienisch. Vom Hitzejahr 1997 keine Spur, dafür stramme, aber reife Tannine, perfekt strukturiert. Die Frucht ist saftig und angenehm reif. Eine feine, süßliche Würze zieht sich komplett durch den Wein. Dieser Poggio Valente  ist nicht ganz groß (dafür fehlt es ihm etwas aromatischer Komplexität), aber die Hand geht voll zum Glas und ich habe so viel Spaß beim trinken, weil er einerseits Struktur besitzt, anderseits aber nicht zu streng wirkt und wie so ein Jojo im Mund aromatisch hin und her läuft. Die Aromen von Kirschen, süßlicher Würze und mineralischen Anklängen fördern den Genuß. Schöner Abgang. Ich bedauere es sehr, dass dies meine letzte Flasche war.

Der Wen sollte nicht dekantiert werden!! Auf diesem Niveau sicherlich noc 1-2 Jahre, danach wird er es sicherlich schwer haben.