2003 Hochheimer Hölle Riesling Spätlese, Weingut Flick – Rheingau

91 Punkte – Da sag mir doch einer noch mal, dass es im Jahrgang 2003 nur breite Weine, ohne Charme und Klasse gibt. Aber Gott sei Dank bestätigen Ausnahmen die Regel. Und so eine Ausnahme habe ich gerade im Glas – wundebare, dichte Nase mit vollreifen Aromen von Bratäpfeln, Honigmelone und Quitten. Darüber spannt sich ein Hauch von Firne und der Geruch von feuchten Steinen nach einem Sommergewitter. Der eigentliche Gong kommt aber, wenn der Wein in den Mund strömt – so eine satte Frucht von gelben und weißen Früchten (ohne jeden Anflug von Breite) hatte ich bei einem trockenen Riesling selten im Glas. Ein Maul voll Wein ist wohl hier die richtige Beschreibung. Die Hand geht ständig zum Glas, auch wegen der reifen Säure und den mineralischen Noten, die dem Wein eine gute Balance geben und ihn lange, sehr lange tragen. Dazu geht ein schön gegrilltes Stück Fleisch – Herz, was willst du mehr.

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