2001 Gourt de Mautens, Jérôme Bressy – Rasteau

Fehlerhaft – Weil einst in der Fachpresse hoch gelobt (Parker: 92 Punkte, Rene Gabriel: 18), war das Erstaunen nach dem Ausschenken sehr groß. Gemeinsam mit einem Weinfreund, der grundsätzlich in jedem Wein das Gute sucht, schüttelte es uns schon bei der kleinsten Annäherung an das Glas: Vollkommen krasser Schwefelböchser – so ausgeprägt habe ich das noch nie erlebt, man prallt regelrecht ab. Nach großer Überwindung und ausgiebigem Lüften habe ich dann einen Schluck genommen, aber mehr auch nicht!! Es läßt sich zwar die Kraft und die dichte Frucht erkennen, aber der Böchser überlagert alles und der Wein ist schlicht ungenießbar.

Ich kann mich erinnern, dass es schon mal so eine Diskussion um diesen Wein im Jahrgang 2001 gab. Sofern ich mich recht erinnere ist man damals zu dem Urteil gekommen, dass es mindestens 2 Füllungen geben muss. Ich werde jedenfalls meine restlichen Flaschen gegen den neuen Jahrgang eintauschen, der Weinhändler hat diesem Procedere sofort zugestimmt und ich freue mich, dass es so etwas wie verantwortungsvolle Kundenpflege noch gibt.

Das Bild zeigt den abweichenden 2003er Jahrgang

3 Gedanken zu „2001 Gourt de Mautens, Jérôme Bressy – Rasteau“

  1. Michael,

    das mit dem Böckser und den 2 Füllungen kann ich nur bestätigen. Ich hatte auch schon einen krassen Böckser und auch einen geilen Stoff. Bettane hat den Wein mal perfekt beschrieben……..„eine Eisenhand in Handschuhen aus Seide”

  2. Mich würde interessieren, wer der kulante Weinhändler ist. Wenn der Vorname mit T. anfängt, hätte ich auch noch einige Umtauschfläschchen – Martin kennt die. :-))

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