2001 Romano Dal Forno – Valpolicella Superiore / Venetien

94 Punkte – (Der Sieger des Abends: gegen 96er Cellers Fuentes – Gran Clos und 96er Cims de Porrera) Dieser Wein hat nichts, aber auch gar nichts mit den üblichen, süffig-fruchtigen Weinen der Region zu tun, die es für kleines Geld im Supermarkt gibt. Romano Dal Forno ist eine Besessener in Sachen Qualität und genauso obsessiv sind seine Weine.

So viel ich weiß, wird bereits beim Valpolicella Superiore ein sehr großer Anteil an getrockenten Trauben bei der Weinerzeugung verwendet. Dies erklärt nicht nur den Preis (> Euro 50,-) vom Valpolicella Superiore,  sondern insbesondere auch die Dichte und die Aromatik dieses Weinkonzentrates.

Die 2001er Ausgabe ist das Beste, was ich von diesem Wein bislang getrunken (das sind die Jahrgänge 96 und 97). Ein unglaublich bepackter Stoff – aber ohne jegliche Marmeladigkeit oder overdone zu wirken. Sehr dichtes schwarzrot, in der Nase bereits unglaublich konzentriert. Tiefe, dunkle Frucht, Leder, viel Kakao sowie eine gewisse Würzigkeit. Am besten gefällt mir dieses Spiel zwischen einer Bitternote, die üblicherweise auch Schokoladen mit einem hohem Kakaoanteil aufweisen und einer kompakten, eher süßlichen, aber auch leicht würzigen Frucht, die diesen Wein zum absoluten Erlebnis macht. Dazu gesellt sich eine erstaunliche Kühle (mit einem Anflug von Minze und Marzipan in Bitterschokoladenumhüllung) sowie ein hervorragend ausgereiftes, aber dennoch kräftiges Tannin. Die Länge, mit der der Wein den Gaumen beschäftigt,  begeistert. Die Hand geht zum Glas und viel zu schnell ist dieses bzw. die Flasche  leer – leider genau das Gegenteil passiert mit einem selbst, denn 14,5% Umderehungen merkt man recht schnell. Ein Weinerlebnis, dass ich jedem ans Herz lege !!!

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