2001 F.X. Pichler, Riesling Reserve M / Wachau

96 Punkte – Auch wenn es schwer fällt, der Sieg ging diese Abend knapp, aber verdient an Österreich. Zwar hat dieser Wein wohl den höchsten Restzuckergehalt von seinem Macher mit auf den Weg bekommen, aber ich will nicht lamentieren, der Sieg geht in Ordnung.

 

Barocker Stoff, dicht, unglaublich dicht und fleischig, riesige, urgewaltige Nase von gelben Früchte, Milchbrötchen, Brioche, ein Hauch von Botrytis lässt sich auch nicht verleugnen. Am Gaumen spielt sich das gleiche Szenario ab: überwältigende Fülle, die aber durch eine ebenso kräftige und feste Säurestruktur hervorragend begleitet wird und so diesem Wein die nötige Balance und Komplexität verleiht. Saftig, füllig, ja fett im Sinne des Schönheitsbildes des Barock, schon jetzt sehr harmonisch und doch mit einem riesigen Potential für die Zukunft. Jemand am Tisch sprach von „Gesamtkunstwerk“, dem kann man schwerlich widersprechen, auch wenn es mir schwer fällt, dies einem Österreicher zuzugestehen ;-)))

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.