1999 Eugenio Collavini – Merlot dal Pic

88 Punkte – Dieser Wein ist ein Hammer …. zumindest in der Ausstattung, wohl die schwerste 0,75er Flasche, die ich jemals in der Hand gehalten habe. Aber es passt zu diesem modernen Betrieb, der auch unverblümt moderne Kellertechnik wie Vakuum-verdampfer einsetzt. Das Ergebnis scheint hier zumindest die Anwendung zu rechtfertigen.

Der Wein stammt von den Hügel-/Bergspitzen der eigenen Weinberge;  es handelt sich dabei um überwiegend 25-30 Jahre alte  Rebstöcke. Erstaunlich ist der lt. Weingut angegebene Verschnitt aus teiweise französischen Merlot-Klonen und dem im Friaul bekannten Merlot dal Peduncolo Rosso. Ich kenne zwar nur die Rebsorte Refosco dal Peduncolo, aber grundsätzlich soll man dem Winzer glauben … zum Wein:

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Urlaub auf Teneriffa – besser ohne lokalen Wein

Komme gerade zurück von meinem Weihnachtsurlaub – diesmal stand Teneriffa auf dem Programm. Immer wieder gerne unternehe ich in dieser Zeit einen Streifzug durch die lokalen Weine. Diesmal eine komplette Enttäuschung; das Wort „Ertragsreduzierung“ scheint auf der Insel ein komplettes Fremdwort zu sein. Da half es auch nicht, dass ich mir den gerade vor wenigen Tagen erschienen Penin-Spanien-Weinführer zugelegt habe, denn zunächst glaubte ich, dass ich die „richtigen“ Weine noch nicht gefunden habe. Einziger Lichtblick soll nun ein süßer Rotwein – namens Humboldt – sein, im Penin außerordentliche 94 Punkte bekommen hat. Ich werde berichten -18% Vol. Alkohol lassen zumindest von dieser Seite schon einmal aufhorchen 

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2001 Alejandro Fernandez – Pesquera

91 Punkte – fast ein Jahr (26.10.2006) nach der ersten Verkostung habe ich den Wein wieder im Glas und freue mich über die Entwicklung; er  steht jetzt am Beginn seiner Trinkreife: in der Nase zunächst etwas stallige Noten, einige werden wohl von Brettanomyces reden, aber ich glaube, dass dies aus dem Wein und  der Rebe kommt. Darüber hinaus zeigt sich in der Nase ein Duft aus Beerenkompott; Noten von edelsten Hölzern,  die sich in Vollendung auch am Gaumen präsentieren (Alejandro benutzt sowohl amerikanische als auch französische Eiche). Ungemein saftig und mit schönem, vollen Körper zeigt dieser Pesquera aus dem super Jahrgang 2001, dass Alejandro Fernandez es noch nicht verlernt hat, schöne und große Weine zu produzieren. In diesem, einem Jahr der zusätzlichen Reife hat der Wein an Ausgewogenheit zugelegt und macht jetzt von Anbeginn Spass, auch wenn er mir wieder am zweiten Tag besser gefällt. Er ist von Anbeginn harmonisch (bei aller saftigen Stoffigkeit), zeigt wunderbare Fruchtnoten – kompott- oder rumtopfaromatisch, aber ohne dass er zu fett oder gar alkoholisch wirkt, abgerundet wird dies durch die feinen Noten aus dem Holz (Sandelholz und ein perfekter Hauch von Vanille), einem schönen, körnigem Tannin und einer perfekt eingebauten Säure.  Zum Schluss zeigt er  eine wunderbare Länge, die harmonisch und elegant wirkt.

90 Punkte (Dezember 2005) – Aktuell frisch aus der Flasche eher ein unnahbares, ruppiges Etwas. Am zweiten Tag zeigt sich das wahre Potential des 01er Pesquera (wahrscheinlich der Beste nach 1994): Dichte dunkle Frucht (feinsüße Brom- und Heidelbeeren), dazu körnige, reife Tannine, feine Fruchtsüße, dicht und mit schönem Schmelz, elegante Noten aus dem Holz, ein Hauch Vanille, Muskatnuss und eine sanfte, fast schon orientalisch wirkende, leicht süßliche Würze; weich und warm; Charme und Eleganz einer spanischen Schönheit offenbaren sich in diesem Wein. ein echter Trinkgenuß innerhalb der nächsten 2-10 Jahre.

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2004 Georg Mosbacher – Sauvignon Blanc – Pfalz

86 Punkte – Sauvingnon Blanc aus Deutschland wird immer erfolgreicher und das zu Recht ! Ein wirklich schönes Exemplar hatte ich kürzlich aus dem Hause Georg Mosbacher in der Hand. Doch wenn wundert es, denn die Mosbachers haben schon seit Ende der 90er Jahre Erfahrung mit dieser Rebsorte, zudem hat Sabine Mosbacher-Düringer zum Ende des Jahres 2004 das renommierte WSET Diplom in Wines and Spirits mit einer Arbeit über die "Chancen und Risiken für den Anbau von Sauvignon Blanc in Deutschland" erfolgreich abgeschlossen. Zum Wein:

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1971 Maurice Allias – Vouvray Moelleux – Clos du Petit Mont – Loire

95 Punkte – Wie sehr unterschätzt doch sind die Weine von der Loire – dies gilt um so mehr für die süße Variante. Dabei sind diese Weine von nahezu unendlicher Haltbarkeit und in jedem Stadium ihrer Zeitreise ein echter Hochgenuß. Der 71er Vouvray ist so ein Chenin-Blanc-Musterknabe – hier muß sich selbst ein deutscher Spitzenriesling (Kategorie Eiswein, etc) anstrengen, um mitzuhalten:


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2002 Duijn Spätburgunder Gut Alsenhof

87 Punkte – Diese Flasche stammte noch von der 1.Füllung (2.Füllung mit neuem Etikett). Wer mehr Infos zu Weingut, Böden, etc. haben möchte, dem empfehle ich die wirklich schön und klar gestaltete webpage unter www.weingut-duijn.com 

Jetzt könnte man sagen, so wie die webpage so auch der Wein, aber anders herum wird wohl ein Schuh daraus. Zum Wein:

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1998 Quilceda Creek – Cabernet Sauvignon / Washington U.S.A.

96+ – Wahnsinn !! Dieser wunderbare Stoff besteht aus 97% Cabernet Sauvignon und 3% Cabernet Franc, wurde 22 Monate in 100% neuen barriques augebaut und lag dann weitere 9 Monate auf der Flasche, bevor er in den Handel kam. 

Enorm tiefes, würzigsüßes Bukett; mit Noten von Heidelbeeren, Zedernholz, feinster

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