2004 Peter Jakob Kühn – Mittelheim St. Nikolaus 3 Trauben *** – Rheingau

89-93 Punkte – Was soll man da sagen, auf der Verksotung auf dem Weingut mit Abstand der Spitzenreiter, 14 Tage später in unserer Runde wollte der Wein wohl nicht mit uns sprechen:  

In der Nase Noten von weißen Johannisbeeren, leicht florale Noten und etwas gelber Frucht, sein große Rasse zeigt er durch die überaus tiefe Mineralik, die bewußt herausgearbeitet wurde und die durch die leichte Tanninigkeit noch unterstützt wird. Gemäß der Aussage vom Winzer hat man die Trauben komplett entrappt und anschließende vereinfacht ausgedrückt ins Faß getan. Dass man bei Kühn spontan vergärt ist vielen bekannt, aber dass man Weißweine bis zu 4 Monate auf Teilen der Maische liegen läßt, war mir neu und vielen anderen wahrscheinlich auch. Dies ist zumindest eine mögliche Erklärung dafür, dass sich auch in diesem Wein eine leichte Bitternote wiederfinndet, an denen einige Anstoß nehmen, für mich ist sie aber eher ein willkommener Ausdruck des Weines und der Handschrift von Kühn, da sie nach meinem Empfinden hervorragend mit der Mineralität korrespondiert und man sich so mit ihm auseinandersetzen muß.

2 Gedanken zu „2004 Peter Jakob Kühn – Mittelheim St. Nikolaus 3 Trauben *** – Rheingau“

  1. Habe des Doosberg und St. Nikolaus aus 04 vorher schon zweimal probiert, wobei der Nikolaus etwa 3 bis 4 Punkte vor dem Doosberg lag. Jetzt ist umgekehrt. Mario Scheuermann meint, daß die Schwankungen an der Jugend liegen, okay. Aber dann: Man solle ihn 8 bis 10 Jahre liegen lassen und dann wieder probieren. Seinen eigentlichen Höhepunkt werde der Wein dann aber erst nach weiteren 10 Jahren erreichen! Also, Geduld, Geduld!
    Ole

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